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I love fiftyfifty / Soli-Briefe zu unserer Arbeit mit Roma
5 x 20 Radierungen von Tony Cragg: Vorzugspreis bis 24.1.2014

 

Liebe Spenderinnen und Spender,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

kein Tag, kein Telefonat, kein Gespräch vergeht, ohne dass wir nicht auf die Meldung angesprochen werden, dass die Ordensgemeinschaft der Armen-Brüder des Heiligen Franziskus Sozialwerke e.V. 7,2 Millionen Euro an den hochriskanten und betrügerischen Anlagefonds der Finanzgruppe Infinus verloren hat. Die 18jährige gemeinsame Geschichte von fiftyfifty und der Ordensgemeinschaft veranlasst uns nun zu einer Stellungnahme.

Die Satzung unseres Vereins Asphalt e.V., der fiftyfifty herausgibt, hat die Förderung obdachloser und armer Menschen zum Zweck. Die Verwirklichung erfolgt durch die Herausgabe des Straßenmagazins fiftyfifty, den Betrieb der Benefizkunstgalerie sowie durch die Spendenakquise für nachhaltige Wohnprojekte der Ordensgemeinschaft. Künstlerinnen und Künstler spenden ihre hochwertigen Werke, der Reinerlös sowie alle Spenden sind stets vollständig und ohne Abzug in den Bau von Obdachlosen-Wohnprojekten der Ordensgemeinschaft investiert worden. Gelder von fiftyfifty (bzw. Asphalt e.V.) wurden zu keiner Zeit in irgendein Investment angelegt und verspekuliert. Die Ordensgemeinschaft hat jedoch wie gesetzlich vorgeschrieben Rücklagen aus den erhaltenen Pflegesätzen angelegt. Die von fiftyfifty akquirierten und zur Verfügung gestellten Gelder sind in den Wohnprojekten für Obdachlose vollständig verbaut worden und bleiben somit über Jahrzehnte erhalten so lange, wie die Häuser stehen.

Über den hohen Verlust der Vermögensanlage sowie die grundsätzliche, zweifelhafte Anlagestrategie der Ordensgemeinschaft waren wir nicht informiert. Die Information darüber erreichte uns bedauerlicherweise erst unmittelbar vor der öffentlichen Berichterstattung und dies auch nur ansatzweise, ohne dass wir Einblick in Bücher erhalten hätten. Wir vermissen ethische und moralische Kriterien in dem Anlagegebaren der Sozialwerke e.V.; Anlagerichtlinien existieren erst gar nicht. Es ist der Eindruck entstanden, dass das Investment ohne Kenntnis professioneller Anlagestrategien vollzogen wurde und Kontrollinstanzen entweder nicht vorhanden sind oder versagt haben.

Es bedarf unseres Erachtens umfassender struktureller und personeller Konsequenzen bei der Ordensgemeinschaft, damit gesichert ist, dass zukünftig Gelder sorgfältig, professionell sowie ethisch und sozial vertretbar angelegt werden.

Wir befürchten, dass eine Differenzierung beider Vereine, Asphalt e.V. und Sozialwerke e.V., nach außen nur schwer transparent vermittelbar ist und damit fiftyfifty für die Fehler beim Sozialwerk e.V. verantwortlich gemacht wird. Schon jetzt ist die Auflage unserer Straßenzeitung in Folge des Anlageskandals, den wir nicht verursacht haben, abgesunken. Ein deutliches Absinken der Auflage des Straßenmagazins würde für unseren Verein das unvermeidbare Aus bedeuten. Ausgerechnet die Ärmsten der Armen auf der Straße haben unter dem Anlageskandal als erste und besonders zu leiden, wenn sie nun kaum noch Zeitungen verkaufen.

Zudem besteht Grund zur Annahme, dass Künstlerinnen und Künstler sich von uns distanzieren und ihre Werke nicht mehr spenden und dass sich Spenderinnen und Spender zurückziehen.

Mit großem Bedauern sehen wir uns gezwungen, bis zur vollständigen Aufklärung des Sachverhalts durch unabhängige Wirtschaftsprüfer sowie durch die Staatsanwaltschaft die Zusammenarbeit mit der Ordensgemeinschaft auszusetzen.

Das Vertrauen der Spenderinnen und Spender in Projekte für die Ärmsten der Gesellschaft darf nicht verspekuliert werden. Denn Glaubwürdigkeit ist unser größtes Kapital.

Wir nehmen diesen Vorfall zum Anlass, unsere Vereinsrichtlinien ebenfalls zu überprüfen, die Weichen für die Zukunft in Bezug auf Kooperationen neu zu stellen, zukünftig neue Projekte in Eigenregie durchzuführen. Wir wollen weiterhin konsequent und mit unvermindertem Engagement konsequent im Sinne der Obdachlosen und Armen handeln.

Hubert Ostendorf, Mitgründer & Geschäftsführer Asphalt e.V. / fifftyfifty, für das gesamte Team