Ein gemeinsames Projekt des Paritätischen NRW und fiftyfifty

Das Projekt
Der housingfirstfonds versetzt Organisationen der Wohnungslosen­hilfe aus ganz NRW in die Lage den in Deutschland noch wenig verbreiteten, aber sehr vielversprechenden Housing First-Ansatz umzusetzen. Mit den Fondsmitteln werden Finanzierungsgrundlagen zum Ankauf von Wohnungen geschaffen (in der Regel 20 Prozent plus Kaufnebenkosten) sowie Umbaumaßnahmen mitfinanziert. Darüber hinaus werden kompetente Fachberatung und Begleitung geboten.

Das Projekt ist eine Kooperation des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW und fiftyfifty / Asphalt e.V. , der seinerseits dem Paritätischen als Spitzenverband angehört. Mit dem Projekt sollen methodisch und strukturell neue Wege in der Wohnungslosenhilfe beschritten werden. Ein Konzept, das auch das Land NRW überzeugt: Die Implementierung und Durchführung des Projekts wird durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW bis Ende November 2020 gefördert.

Housing First
Das Housing First-Konzept beendet unmittelbar Wohnungslosigkeit und bietet flexible wohnbegleitende Hilfen zum dauerhaften Wohnungserhalt an. Regulärer Wohnraum wird an erste Stelle gerückt – ein entscheidender Unterschied zum derzeit meist praktizierten Sys­tem. Darin müssen Betroffene oft ihre „Wohnfähigkeit“ zunächst unter Beweis stellen: Unterkünfte und Trainingswohnungen müssen durchlaufen werden. Oftmals ist die Zurverfügungstellung von Wohnraum an die Erfüllung von Auflagen und Wohlverhalten gekoppelt. Der Aufstieg in ein normales Mietverhältnis scheitert häufig wegen nicht vorhandener Wohnungen auf dem Markt und so droht die erneute Wohnungslosigkeit: Ein „Drehtür-Effekt“ stellt sich ein und der Durchlauf durch das Stufensystems beginnt von Neuem.
Housing First hingegen bedeutet: Es besteht ein normales, unbefristetes Mietverhältnis für Wohnungslose mit allen Rechten und Pflichten. Wohnbegleitende Hilfen werden aktiv geboten. Betroffene werden dazu ermutigt Probleme mit Unterstützung anzugehen, aber nicht dazu gezwungen. Dies entspricht einem Menschenbild von Freiheit und Selbstbestimmung.

Fondsfinanzierung
Der Fonds wird durch den Verkauf von Kunst finanziell ausgestattet: Einer der weltweit am höchsten gehandelten Künstler, Gerhard Richter, spendete dem Projekt eine eigene Edition von 18 Bildern, deren Verkaufserlöse direkt in den Fonds fließen.


Detail aus Cage IV. 2015. Farboffset auf Aludibond unter Plexiglas. 90 x 90 cm verso handsigniert und nummeriert.
Eines von sechs Motiven in einer Auflage von je fünf, davon je drei Sets zweckgebunden für den Fonds, je zwei für andere Zwecke der Wohnungslosenhilfe fiftyfifty.
Die Auflage ist im Werkverzeichnis der Editionen von Hubertus Butin unter der Nummer 165 erfasst. Das hier gezeigte Bild Nr. 4/30 hat 2015 beim Auktionshaus Van Ham 166.400 Euro erbracht.
Alle Werke der Sonderedition und weitere Informationen hier. 
Gebote und Anfragen an: Hubert Ostendorf 0176 21432308 oder h.ostendorf@fiftyfifty-galerie.de

Kontakt
Weitere Informationen zum Projekt, genaue Kooperationsbedingungen für Projektpartner und Presseanfragen:

Sylvia Rietenberg
Der Paritätische NRW
Telefon: 0251 6185 125
Mobil: 0173 29 42 531
rietenberg@paritaet-nrw.org

https://www.housingfirstfonds.de/