23. August 2018

75 Menschen folgten am gestrigen Abend der Einladung des Kulturzentrums
zakk, sich auf das Wagnis eines Perspektivwechsels einzulassen und sich
die Angsträume obdachloser Menschen zu erschließen. Knapp 20 Prozent der
Gäste waren dabei Betroffene, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße
hatten oder haben.
Den Einstieg in das Thema fand Dr. Tim Lukas von der Bergischen
Universität Wuppertal zum Thema „Die Angst ausRäumen - Sicherheit und
Unsicherheit im Bahnhofsviertel“. Dr. Tim Lukas untersucht im Projekt
„Sicherheit im Bahnhofsviertel“ (SiBa) die drei Städte Düsseldorf,
Leipzig und München. Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung
und Forschung und unter Leitung der Stiftungsprofessur für
Kriminalprävention und Risikomanagement an der Universität Tübingen,
verfolgt das Verbundprojekt das Anliegen, Bahnhöfe und ihr Umfeld
sicherer zu gestalten, ohne dabei die spezifischen Charakteristika
urbaner Räume preiszugeben.

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RP | 11. Juli 2018

Von Dominik Schneider

Die alten Sitzgelegenheiten am Lessingplatz wurden von der Stadt entfernt.

 

Foto: Dominik Schneider

Bernd Nietsch (2. von rechts) und seine Freunde auf einer der Bänke, die ihnen von Fiftyfifty gestiftet wurden.

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27. Juni 2018

Eine OSD-Frau hat den Streetworker wegen Körperverletzung angezeigt. Der Prozess ist verschoben.

Von Uwe-Jens Ruhnau

Vor dem Amtsgericht muss sich bald der Streetworker Oliver Ongaro von Fiftyfifty verantworten. Er soll eine Mitarbeiterin des städtischen Ordnungsdienstes angegriffen und verletzt haben. Die 24-Jährige war zehn Tage krank geschrieben. Der Fall sollte heute verhandelt werden, der Termin wird aber neu angesetzt, weil nicht nur zwei OSD-Mitarbeiter als Zeugen gehört werden sollen, sondern auch Wohnungslose, die den strittigen Sachverhalt beobachtet haben. Oberbürgermeister Thomas Geisel hat zwischenzeitlich versucht, die 24-Jährige über den Ordnungsdezernenten Christian Zaum dazu zu bewegen, ihre Strafanzeige zurückzuziehen. Dies lehnt die Mitarbeiterin ab.

Ongaro, der jede Schuld von sich weist, soll im November einem Wohnungslosen beigesprungen sein, der auf der Mittelstraße kontrolliert wurde. Es kam zur körperlichen Auseinandersetzung mit der OSD-Frau. Beide zeigten einander an. Während das Verfahren gegen die Frau eingestellt wurde, wird Ongaro wegen Körperverletzung angeklagt. Er soll die Frau, die ihn mit dem Arm auf Distanz halten wollte, in den Polizeigriff genommen, ihr den Arm ausgerenkt und blaue Flecken zugefügt haben. Laut OSD soll er Platzverweisen nicht gefolgt sein. Auch die herbeigerufene Polizei bestätigt, Platzverweise ausgesprochen zu haben, denen sich Ongaro widersetzt habe.

Geisel möchte einen Täter-Opfer-Ausgleich. Fiftyfifty sei gut beleumundet. „Ich stelle mich aber vor die Mitarbeiterin.“ Sie könne bei ihrer Anzeige bleiben. Im Jahr stellt die Stadt mehr als 100 Strafanzeigen, weil Mitarbeiter verletzt oder schwer beleidigt wurden.

Kommentar Seite C2

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24. Mai 2018

Der Maler Gerhard Richter stiftet 18 Kunstwerke. Der Erlös soll in Nordrhein-Westfalen den Kauf von Wohnungen für Obdachlose mitfinanzieren.

 

Mitarbeiter hängen Bilder von Gerhard Richter auf, die der Maler spendet, um ein Projekt gegen Wohnungslosigkeit zu unterstützen.Foto: Henning Kaiser, dpa

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report-D | 26. April 2018

Kunst im öffentlichen Raum der besonderen Art rollt in Form einer Straßenbahn durch Düsseldorf. Fiftyfifty hat gemeinsam mit der Rheinbahn eine Niederflurbahn der Wehrhahnlinie mit den Motiven gestaltet, die berühmte Künstler dem Straßenmagazin zur Verfügung gestellt hatten. Sie sind aber nicht nur außen an der Bahn zu sehen. Im Inneren können die Fahrgäste sie ebenfalls bestaunen und sich dabei über die vielfältigen fiftyfifty-Projekte informieren.

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Der Paritätische | 10. April 2018

Fotostrecke „Repicturing Homeless“ gibt einen anderen Blick auf Wohnungslose, 10.04.2018

Kleider machen Leute: Diese Erfahrung haben Wohnungslose bei einem außergewöhnlichen Foto-Shooting hautnah erleben dürfen. Im Rahmen des Projekts „Repicturing Homeless“ luden die Düsseldorfer Agentur Havas, die internationale Bildagentur Getty Images und fiftyfifty, Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW, Verkäufer/-innen des Straßen-Magazins dazu ein, sich als Models für Stockfotografie ablichten zu lassen.

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WDR | 5. April 2018

- Ehemalige Obdachlose sollen aus Wohnungen raus

- Neuer Eigentümer will Haus leer bekommen

- Proteste von Initiative "fiftyfifty" angekündigt

In Düsseldorf gibt es Streit um ein von ehemals Obdachlosen bewohntes Haus. Das Gebäude war ursprünglich von Spendengeldern gekauft worden, um Wohnungslose darin unterzubringen.

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RP | 4. April 2018

Düsseldorf. Rolf T. ist von Zwangsräumung bedroht. Das Sozialwerk hatte Haus verkauft und schaltet sich nun ein. Von Uwe-Jens Ruhnau

Für den ehemaligen Obdachlosen Rolf T. gibt es wohl keine Hoffnung, in seiner Wohnung an der Lessingstraße bleiben zu können. Der Vermieter kündigte gegenüber unserer Redaktion an, dass er nicht von der für nächste Woche angesetzten Zwangsräumung abrücken werde. "So, wie Herr T. mit uns gesprochen hat, wollen wir ihn nicht mehr", sagt Eytan Daniel Halfin, Geschäftsführer der HMS Zweite Grundstücksgesellschaft Eigentümergesellschaft aus Berlin. T. habe seine Miete nicht gezahlt, er müsse gehen.

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Express | 3. April 2018

Um dieses Haus dreht sich der Miet-Skandal.

Foto: G. Classen

 

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RP | 31. März 2018

Düsseldorf. Es war ein Wohn-Projekt der "Armen Brüder" für Obdachlose in Düsseldorf. Dann verkauften die Brüder es an einen Berliner Unternehmer, der versicherte, er wolle nichts ändern. Jetzt gibt es in dem Oberbilker Haus Mieterhöhungen, Klagen und Auszüge.

Von Stefani Geilhausen, Torsten Thissen und Uwe-Jens Ruhnau

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