https://unsere-zeit.de/de/5111/interview/10766/„Der-Weg-auf-die-Straße-ist-kurz“.htm | 29. März 2019

Obdachlose am Marlene-Dietrich-Platz vor dem Theater am Potsdamer Platz, in dem das Musical „Hinterm Horizont“ aufgeführt wird. (Foto: Sacha Kohlmann / Lizenz: CC BY-SA 2.0)

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17. März 2019

Nur 10 bis 15 Prozent der Berliner Obdachlosen kommen infrage


Sechs Wohnungen bei 6.000 Obdachlosen, das klingt erst mal nicht viel. Aber
Housing First Berlin richtet sich auch gar nicht an alle Obdachlosen in der
Stadt: Projektleiter Laurer schätzt, dass nur 10 bis 15 Prozent für Housing First
Berlin infrage kommen. Grund sind die Kriterien des Projekts: Um die Miete
zahlen zu können, muss der Bewerber oder die Bewerberin einen Anspruch auf
Sozialleistungen haben. Außerdem muss die Wohnungslosigkeit mindestens
ein Jahr andauern, und es muss eine vielschichtige Problemlage geben, zum
Beispiel durch eine zusätzliche Suchterkrankung. Wer bereits Hilfe bekommt,
etwa in betreutem Wohnen, kann sich nicht mehr für Housing First bewerben.

Mit anderen Worten: Housing First Berlin richtet sich an Härtefälle – zum
Beispiel Menschen, die seit vielen Jahren auf der Straße leben und
drogensüchtig sind. 76 Obdachlose haben sich in den ersten Monaten bei
Housing First Berlin beworben, davon kommen aber nur 15 für das Projekt
infrage. Einige wohnen bereits in ihrer neuen Wohnung, die anderen sollen
bald einziehen.
Laurer ist überzeugt, dass die ersten Mieterinnen auch am Ende der
dreijährigen Modellphase in ihren Wohnungen leben werden. Er geht sogar
davon aus, dass das Projekt mit mehr Wohnungen fortgeführt wird.

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Antenne Düsseldorf | 4. Januar 2019

Das Obdachlosen-Camp am NRW-Forum darf vorläufig bestehen bleiben. Das Museum wollte das Gelände kurzfristig räumen lassen, weil sich Besucher des Museums beschwert hätten. Als Frist wurde der 06. Januar genannt. Danach sollte der Bereich von der Polizei und dem Ordnungsamt regelmäßig kontrolliert werden. Dass die Obdachlosen vorerst doch noch bleiben dürfen, haben sie auch dem Einsatz der Stadt zu verdanken. Diese habe auf das NRW-Forum eingewirkt, die Räumungsmaßnahme auszusetzen. Gerade in der kalten Jahreszeit sollte man mehr Gelassenheit und Toleranz zeigen, sagte Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. Man wolle nun mit allen Beteiligten sprechen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. Zuspruch dafür gibt es auch vom Straßenmagazin fiftyfifty: Man kenne die Obdachlosen, die dort verweilen. Von Vermüllung oder Aggression könne keine Rede sein, heißt es. 

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Bild Zeitung | 3. Januar 2019

Nach dem Zelt-Zoff am NRW-Forum schaltet sich nun die Stadt Düsseldorf ein, spricht ein Machtwort: Die Obdachlosen dürfen an dem Museum bleiben!

Obwohl seit Jahren Menschen ohne Wohnung im Winter in den beiden Seitenpavillons ihre Zelte aufschlagen, dort übernachten, forderte das NRW-Forum sie jetzt in einem Herzlos-Brief auf, das Gelände bis kommenden Sonntag zu verlassen, drohte sogar mit einer Zwangsräumung und kündigte Polizei-Patrouillen an.

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Express | 3. Januar 2019

Düsseldorf -

https://www.express.de/duesseldorf/geht-doch--obdachlosen-camp-am-duesseldorfer-nrw-forum-wird-nun-doch-geduldet-31821308

Es ist ein echter Erfolg für die Menschlichkeit!

Das Obdachlosen-Camp am Düsseldorfer NRW-Forum kann nun vorläufig doch bestehen bleiben. Das gab die Stadt Düsseldorf am Donnerstagmittag bekannt.

Eigentlich hätte die Unterkunft, die seit Jahren als Winter-Unterschlupf für Obdachlose dient, in Kürze geräumt werden (hier mehr lesen).

Es geht um mehr Toleranz

Das NRW-Forum wollte dieses Camp kurzfristig räumen lassen.

Die Stadt Düsseldorf selbst hat nun auf das NRW-Forum eingewirkt, diese Maßnahme auszusetzen. „Zunächst soll mit allen Beteiligten gesprochen und nach gemeinsamen Lösungen gesucht werden", so Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Er plädierte für etwas mehr Gelassenheit und Toleranz, gerade in der kalten Jahreszeit.

Manche Einsicht braucht eben eine Weile, ehe sie wirkt.

(cBo)

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Welt online | 2. Januar 2019

Tablet und Smartphone sind die bevorzugten Medien junger Menschen. Obdachlosen, die Straßenzeitungen auf Papier verkaufen, brechen damit viele Kunden weg. Ein aussterbendes Geschäftsmodell?

Besser als betteln: Seit den 1990er-Jahren verkaufen Obdachlose und Bedürftige in deutschen Städten Straßenzeitungen. Statt in der Mülltonne nach Flaschen zu wühlen, gibt es für sie richtige Arbeit, ein eigenes Einkommen und damit ein bisschen Würde. Doch in Zeiten von Tablet und Smartphones wird es für viele Verkäufer schwieriger, Titel wie „FiftyFifty“ oder „Hinz&Kunzt“ an den Mann oder die Frau zu bringen. Das Sozial- und Geschäftsmodell, bei dem die Obdachlosen die Hälfte der Einnahmen für sich behalten, ist unter Druck geraten.

 

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report-D | 16. Oktober 2018

Über das Sicherheitsempfinden der Menschen wird viel gesprochen. Die Kölner Silvesternacht, vermehrte Einbrüche und vermeintlich zunehmende Bedrohung sind Themen, die von unterschiedlichen Seiten aufgegriffen werden. Doch wie sich Menschen fühlen, die keinen Rückzugsort haben, weil sie Wohnungslos sind, findet in der Öffentlichkeit kaum Beachtung. In dem Projekt "Angsträume obdachloser Menschen" haben Studierende gemeinsam mit den Wohnungslosen einen Blick auf ihre Situation geworfen, sie dargestellt und diskutiert. Am Mittwochabend, 22. August, werden die Ergebnisse um 19:30 Uhr im zakk präsentiert. Das Projekt ist eine Kooperation von fiftyfifty, der Hochschule Düsseldorf, der Bergischen Universität Wuppertal und dem zakk.

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ze.tt | 21. September 2018

Besetzungen legalisieren! Bürger*innen beteiligen! Nahverkehr spendieren! Hier kommt eine Auswahl innovativer Ansätze, die Städte zu besseren Orten machen.

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junge Welt | 11. September 2018

Gewalt gegen Obdachlose hat in Deutschland Tradition. Kritik an verfehlter Mietenpolitik. Gespräch mit Julia von Lindern

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23. August 2018

75 Menschen folgten am gestrigen Abend der Einladung des Kulturzentrums
zakk, sich auf das Wagnis eines Perspektivwechsels einzulassen und sich
die Angsträume obdachloser Menschen zu erschließen. Knapp 20 Prozent der
Gäste waren dabei Betroffene, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße
hatten oder haben.
Den Einstieg in das Thema fand Dr. Tim Lukas von der Bergischen
Universität Wuppertal zum Thema „Die Angst ausRäumen - Sicherheit und
Unsicherheit im Bahnhofsviertel“. Dr. Tim Lukas untersucht im Projekt
„Sicherheit im Bahnhofsviertel“ (SiBa) die drei Städte Düsseldorf,
Leipzig und München. Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung
und Forschung und unter Leitung der Stiftungsprofessur für
Kriminalprävention und Risikomanagement an der Universität Tübingen,
verfolgt das Verbundprojekt das Anliegen, Bahnhöfe und ihr Umfeld
sicherer zu gestalten, ohne dabei die spezifischen Charakteristika
urbaner Räume preiszugeben.

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