report-D | 27. August 2019

Im Sinne der Idee der “sozialen Plastik” von Joseph Beuys präsentieren sich fiftyfifty VerkäuferInnen vor dem Rathaus als öffentlich sichtbare, lebende Skulpturen

Einige Passanten schauten irritiert über die Kunstinstallation, die am Dienstagmittag vor dem Düsseldorfer Rathaus aufgebaut wurde. Elf Obdachlose und fünf Hunde hatten sich auf dem Marktplatz auf Galerie-Sockel gestellt. Fotografie-Professorin Katharina Mayer hielt die Szene fest. Die Botschaft der Aktion: „Gegen Vertreibung Düsseldorf gehört allen“. Später erläuterten die Darsteller ihre Erfahrungen und erhielten Beifall.

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Antenne Düsseldorf | 27. August 2019

https://www.antenneduesseldorf.de/artikel/kunstaktion-soll-auf-armut-aufmerksam-machen-308101.html

Vor dem Düsseldorfer Rathaus werden Obadachlose heute Mittag (27. August 2019 / ab 13 Uhr) auf weißen Galerie-Sockeln ausgestellt. Sieben fifty-fifty-Verkäufer präsentieren sich so als öffentlich sichtbare, lebende Skulpturen.

 

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Antenne Düsseldorf | 27. August 2019

https://www.antenneduesseldorf.de/artikel/obdachlosen-protest-vor-dem-rathaus-309270.html

Düsseldorfer Obdachlose haben einige Menschen in der Stadt heute zum Staunen gebracht. Sie hatten sich vor dem Rathaus wie lebendige Kunstwerke auf Sockeln präsentiert.

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Westdeutsche Zeitung | 27. August 2019

Protest gegen die DŸsseldorfer Stra§enordnung FotokŸnstlerin Katharina Mayer zeigt fiftyfifty-VerkŠufer als lebende Skulpturen. Foto: Zanin, Melanie (MZ)

Düsseldorf Die Macher von Fifty-Fifty gestalteten mit Künstlerin Katharina Mayer und einer Reihe von Straßenmagazin-Verkäufern eine besondere, weil künstlerisch aufgeladene, Protestaktion vor dem Rathaus.

https://www.wz.de/nrw/duesseldorf/fotokuenstlerin-inszenierte-fifty-fifty-verkaeufer-auf-podesten_aid-45399593

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RP | 27. August 2019

Ka­tha­ri­na Mey­er fo­to­gra­fiert Ob­dach­lo­se vor dem Rat­haus für ei­ne Ak­ti­on von Fif­ty­fif­ty ge­gen den Pa­ra­gra­fen 6 der Stra­ßen­ord­nung Mit ei­ner Kunst­ak­ti­on vor dem Rat­haus for­der­te die Or­ga­ni­sa­ti­on die Ab­schaf­fung von Pa­ra­graf 6. von He­le­ne Paw­litz­ki

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https://unsere-zeit.de/de/5111/interview/10766/„Der-Weg-auf-die-Straße-ist-kurz“.htm | 29. März 2019

Obdachlose am Marlene-Dietrich-Platz vor dem Theater am Potsdamer Platz, in dem das Musical „Hinterm Horizont“ aufgeführt wird. (Foto: Sacha Kohlmann / Lizenz: CC BY-SA 2.0)

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17. März 2019

Nur 10 bis 15 Prozent der Berliner Obdachlosen kommen infrage


Sechs Wohnungen bei 6.000 Obdachlosen, das klingt erst mal nicht viel. Aber
Housing First Berlin richtet sich auch gar nicht an alle Obdachlosen in der
Stadt: Projektleiter Laurer schätzt, dass nur 10 bis 15 Prozent für Housing First
Berlin infrage kommen. Grund sind die Kriterien des Projekts: Um die Miete
zahlen zu können, muss der Bewerber oder die Bewerberin einen Anspruch auf
Sozialleistungen haben. Außerdem muss die Wohnungslosigkeit mindestens
ein Jahr andauern, und es muss eine vielschichtige Problemlage geben, zum
Beispiel durch eine zusätzliche Suchterkrankung. Wer bereits Hilfe bekommt,
etwa in betreutem Wohnen, kann sich nicht mehr für Housing First bewerben.

Mit anderen Worten: Housing First Berlin richtet sich an Härtefälle – zum
Beispiel Menschen, die seit vielen Jahren auf der Straße leben und
drogensüchtig sind. 76 Obdachlose haben sich in den ersten Monaten bei
Housing First Berlin beworben, davon kommen aber nur 15 für das Projekt
infrage. Einige wohnen bereits in ihrer neuen Wohnung, die anderen sollen
bald einziehen.
Laurer ist überzeugt, dass die ersten Mieterinnen auch am Ende der
dreijährigen Modellphase in ihren Wohnungen leben werden. Er geht sogar
davon aus, dass das Projekt mit mehr Wohnungen fortgeführt wird.

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Antenne Düsseldorf | 4. Januar 2019

Das Obdachlosen-Camp am NRW-Forum darf vorläufig bestehen bleiben. Das Museum wollte das Gelände kurzfristig räumen lassen, weil sich Besucher des Museums beschwert hätten. Als Frist wurde der 06. Januar genannt. Danach sollte der Bereich von der Polizei und dem Ordnungsamt regelmäßig kontrolliert werden. Dass die Obdachlosen vorerst doch noch bleiben dürfen, haben sie auch dem Einsatz der Stadt zu verdanken. Diese habe auf das NRW-Forum eingewirkt, die Räumungsmaßnahme auszusetzen. Gerade in der kalten Jahreszeit sollte man mehr Gelassenheit und Toleranz zeigen, sagte Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. Man wolle nun mit allen Beteiligten sprechen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. Zuspruch dafür gibt es auch vom Straßenmagazin fiftyfifty: Man kenne die Obdachlosen, die dort verweilen. Von Vermüllung oder Aggression könne keine Rede sein, heißt es. 

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Bild Zeitung | 3. Januar 2019

Nach dem Zelt-Zoff am NRW-Forum schaltet sich nun die Stadt Düsseldorf ein, spricht ein Machtwort: Die Obdachlosen dürfen an dem Museum bleiben!

Obwohl seit Jahren Menschen ohne Wohnung im Winter in den beiden Seitenpavillons ihre Zelte aufschlagen, dort übernachten, forderte das NRW-Forum sie jetzt in einem Herzlos-Brief auf, das Gelände bis kommenden Sonntag zu verlassen, drohte sogar mit einer Zwangsräumung und kündigte Polizei-Patrouillen an.

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Express | 3. Januar 2019

Düsseldorf -

https://www.express.de/duesseldorf/geht-doch--obdachlosen-camp-am-duesseldorfer-nrw-forum-wird-nun-doch-geduldet-31821308

Es ist ein echter Erfolg für die Menschlichkeit!

Das Obdachlosen-Camp am Düsseldorfer NRW-Forum kann nun vorläufig doch bestehen bleiben. Das gab die Stadt Düsseldorf am Donnerstagmittag bekannt.

Eigentlich hätte die Unterkunft, die seit Jahren als Winter-Unterschlupf für Obdachlose dient, in Kürze geräumt werden (hier mehr lesen).

Es geht um mehr Toleranz

Das NRW-Forum wollte dieses Camp kurzfristig räumen lassen.

Die Stadt Düsseldorf selbst hat nun auf das NRW-Forum eingewirkt, diese Maßnahme auszusetzen. „Zunächst soll mit allen Beteiligten gesprochen und nach gemeinsamen Lösungen gesucht werden", so Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Er plädierte für etwas mehr Gelassenheit und Toleranz, gerade in der kalten Jahreszeit.

Manche Einsicht braucht eben eine Weile, ehe sie wirkt.

(cBo)

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