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„Kein Land kann die ökologische Krise allein bewältigen. Wir brauchen globale Solidarität, verantwortungsvolle Politik, nachhaltige Entwicklung und einen Wandel des Lebensstils, der Mensch und Schöpfung gleichermaßen respektiert.“ Fot

„Gemeinsam für die Zukunft der Menschheit“

Hunger, Umweltkatastrophen, religiöse Spannungen, Gewalt: Pakistan ist ein Land voller Konflikte. Aber auch ein Land, das international als Vermittler an Bedeutung gewinnt, ein Land mit einer jungen, aufstrebenden Bevölkerung - ein Land, in dem Hoffnung entsteht. Franziskanerbruder Peter Amendt hat sich mit Bischof Samson Shukardin aus Hyderabad* anlässlich seines Besuches bei fiftyfifty unterhalten. Bruder Peter ist Gründer der Initiative vision:teilen und setzt sich für Menschen in Armut und Ausgrenzung ein, nicht zuletzt im Globalen Süden. Gemeinsam mit fiftyfifty rief er den gutenachtbus für Obdachlose ins Leben. fiftyfifty und vision:teilen sammeln seit Jahren Geld für diverse Projekte von Bischof Samson in Pakistan.

 

 Bischof Samson Shukardin (4. v. li.) ist Leiter der Pakistanischen Bischofskonferenz. Gemeinsam mit seinen Mit-Bischöfen war er vor Kurzem erst bei Papst Leo XIV., um von den Problemen in seinem Land zu berichten. (Foto: vaticannews.va)

Bruder Peter: Du kommst gerade vom Papst, wo du als Vorsitzender der Pakistanischen Bischofskonferenz zusammen mit den anderen Bischöfen über die Situation in deinem Land berichten durftest. Welche Themen standen im Mittelpunkt? Und: Befürchtest du nicht, dass euch die Thematisierung der Probleme in Pakistan Schwierigkeiten bereiten könnte?

Bischof Samson: Unser Treffen mit dem Heiligen Vater war geprägt von Offenheit und Aufrichtigkeit. Wir sprachen über das Leben der Kirche in Pakistan: den Glauben und die Anfechtungen unserer christlichen Gemeinden, den interreligiösen Dialog, die Herausforderungen für Minderheiten, die Bedeutung von Bildung und Gesundheitsversorgung, die Situation junger Menschen und die wachsenden Umweltprobleme in unserem Land. Ich teilte dem Papst auch die Hoffnungen unseres Volkes mit – den Wunsch nach Frieden, Würde und Chancengleichheit für alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von Religion oder Herkunft. Der Heilige Vater hörte aufmerksam zu und ermutigte uns, weiterhin Garanten des Dialogs, der Versöhnung und der Hoffnung zu sein. Als Bischöfe sind wir aufgerufen, wahrheitsgemäß und verantwortungsbewusst zu sprechen. Es ist niemals meine Absicht, Konfrontation zu schüren, sondern vielmehr Verständnis zu fördern und das Gemeinwohl zu stärken. In Pakistan teilen wir alle ein gemeinsames Heimatland, und es ist unsere Pflicht, gemeinsam für Gerechtigkeit, Frieden und Harmonie einzutreten.

 

Es heißt, dass die Konversion zum Christentum für Muslime strengstens verboten und strafbar sei, während umgekehrt alles unternommen werde, um Christen zum Islam zu bekehren.

Religion ist in Pakistan, wie in vielen Teilen der Welt, ein äußerst sensibles Thema. Es gibt Fälle, in denen schutzbedürftige Angehörige von Minderheiten – insbesondere junge Mädchen aus armen Familien – in Bezug auf Heirat und Religionswechsel unter Druck gesetzt, gezwungen oder manipuliert werden. Solche Situationen verursachen tiefen Schmerz und große Besorgnis. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht eine ganze Gesellschaft oder Religion unter Generalverdacht zu stellen. Viele muslimische Führungspersönlichkeiten, Gelehrte und Bürger verurteilen Zwang und setzen, so wie die katholischen Bischöfe, sich für ein friedliches Zusammenleben und Religionsfreiheit ein. Wir fördern weiterhin den Dialog, den Rechtsschutz und den gegenseitigen Respekt zwischen allen Gemeinschaften. Die Mission der Kirche in Pakistan ist nicht Konfrontation, sondern Zeugnis: durch Bildung, Gesundheitsversorgung, Nächstenliebe und die Förderung der Menschenwürde. Wahrer Glaube kann niemals erzwungen werden, er muss immer aus der Gewissensfreiheit entspringen.

 

Christen und andere religiöse Minderheiten in Pakistan befinden sich in einer schwierigen Lage. Sie sind häufig marginalisiert – sozial, wirtschaftlich, im Bildungsbereich und auch rechtlich.

Minderheiten in Pakistan stehen vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere in den ärmeren Bevölkerungsschichten. Viele christliche Familien haben nur eingeschränkten Zugang zu guter Bildung, sicheren Arbeitsplätzen, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlichen Perspektiven. In manchen Gegenden bestehen weiterhin soziale Vorurteile und Diskriminierung. Gleichzeitig leisten Christen einen positiven Beitrag zum Leben der Nation, insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Sozialwesen. Die Kirche in Pakistan betreibt Schulen, Krankenhäuser und karitative Einrichtungen, die Menschen aller Glaubensrichtungen ohne Unterschied dienen. Und: Es gibt auch ermutigende Entwicklungen. Zivilgesellschaftliche Organisationen, Mitglieder der Justiz, Regierungsbeamte und viele Bürger erkennen zunehmend die Bedeutung des Schutzes von Minderheitenrechten und der Gleichberechtigung aller Bürger an. Der Fortschritt mag langsam sein, aber wir arbeiten weiterhin konstruktiv und friedlich für eine inklusivere Gesellschaft.

 

Als Pakistan 1948 von Indien abgetrennt wurde, war es ein religiös tolerantes Land. Wie sieht die Situation heute aus? Insbesondere im Hinblick auf die Meinungsfreiheit: Es heißt, jede Respektlosigkeit gegenüber dem Koran oder dem Propheten Mohammed werde mit harten Strafen – bis hin zur Todesstrafe – geahndet. Welche Erfahrungen hast du in dieser Hinsicht gemacht?

Pakistan wurde mit dem Ziel gegründet, dass alle Bürger gleiche Rechte und die gleiche Würde haben. Doch im Laufe der Jahrzehnte haben politische, soziale, regionale und globale Entwicklungen das Land auf komplexe Weise geprägt. Religiöse Empfindlichkeiten sind sehr stark ausgeprägt, daher erfordern Fragen des Glaubens und der Meinungsfreiheit große Umsicht und Verantwortung. Als Jurist und Seelsorger bin ich fest davon überzeugt, dass Gerechtigkeit stets mit rechtsstaatlichen Verfahren, Fairness und dem Schutz der Menschenwürde einhergehen muss. Gesetze sollen den sozialen Frieden wahren und dürfen nicht zu Instrumenten der Angst, des Missbrauchs oder der persönlichen Rache werden. Gleichzeitig habe ich auch viele mutige Menschen kennengelernt – Muslime, Christen, Hindus und Angehörige anderer Religionen –, die sich unermüdlich für Frieden, interreligiöses Verständnis und den Schutz der Menschenrechte einsetzen. Diese Stimmen geben uns Hoffnung für die Zukunft.

 

 Bischof Samson: „Die Kirche investiert stark in Schulen, Berufsbildungszentren, Gesundheitseinrichtungen und soziale Projekte, weil wir davon überzeugt sind, dass Bildung und menschliche Entwicklung die Grundlage für Frieden und Toleranz bilden.“ (Foto: churchinneed.org)

Bildung, Gesundheitsversorgung, Beschäftigung und Einkommen gelten als zentrale Faktoren für die Entwicklung eines Landes sowie für Demokratie und Toleranz. Wie sieht die Situation in dieser Hinsicht für die große Mehrheit der Bevölkerung in Pakistan und insbesondere für die Minderheiten – einschließlich der Christen – aus? Welche Maßnahmen ergreift der Staat?

Pakistan ist ein junges und dynamisches Land mit enormem menschlichem Potenzial, steht aber auch vor ernsten wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Herausforderungen. Armut, Arbeitslosigkeit, Inflation und ungleicher Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung betreffen einen großen Teil der Bevölkerung, insbesondere in ländlichen und benachteiligten Gebieten. Minderheiten spüren diese Schwierigkeiten oft noch stärker, da viele von ihnen wirtschaftlich schwachen Gemeinschaften angehören. Der Staat hat verschiedene Sozial- und Bildungsprogramme initiiert, und viele Beamte bemühen sich aufrichtig um eine Verbesserung der Lebensbedingungen. Dennoch bleibt das Ausmaß der Herausforderungen enorm. Denn wirtschaftliche Not kann mitunter Frustration und soziale Spannungen hervorrufen, aber sie kann auch Solidarität stärken. Unsere Erfahrung zeigt, dass gewöhnliche Menschen – insbesondere an der Basis – oft friedlich zusammenleben und sich in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützen. Die Kirche investiert weiterhin stark in Schulen, Berufsbildungszentren, Gesundheitseinrichtungen und soziale Projekte, weil wir davon überzeugt sind, dass Bildung und menschliche Entwicklung die Grundlage für Frieden und Toleranz bilden.

 

Angesichts der aktuellen Lage im Gazastreifen und des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran steht Pakistan vor einer Herausforderung – nicht zuletzt in seiner Rolle als potenzieller Vermittler. Inwieweit stellt dieser Konflikt eine Bedrohung für dein Land dar? Inwieweit wird dieser Konflikt zudem als jüdisch-christlicher Angriff auf den Islam wahrgenommen – eine Wahrnehmung, die unweigerlich das Zusammenleben von Muslimen und Christen in Ihrem Land beeinträchtigen würde?

Konflikte im Nahen Osten berühren die Menschen in der gesamten Region, auch in Pakistan, zutiefst. Sie verfolgen diese Entwicklungen aufmerksam und reagieren oft mit starker Solidarität, Schmerz und Sorge. Gleichzeitig ist es sehr wichtig, politische Konflikte nicht als Zusammenprall von Religionen oder Zivilisationen zu interpretieren. Das Christentum ist kein politischer Block, und die Christen in Pakistan sind Bürger dieses Landes, die gemeinsam mit ihren muslimischen Brüdern und Schwestern Frieden und Harmonie anstreben. Religiöse Führer tragen in solchen Momenten eine besondere Verantwortung: Hass zurückzuweisen, Polarisierung zu verhindern und die Menschen an unsere gemeinsame Menschlichkeit zu erinnern. Der Weg in die Zukunft muss Dialog, Diplomatie, Gerechtigkeit und Frieden sein – nicht Gewalt oder Spaltung.

 

Angesichts der weit verbreiteten Armut – nicht zuletzt aufgrund der fast ständigen Naturkatastrophen – ist offene oder versteckte Obdachlosigkeit auch in eurem Land ein großes Problem. Menschen, die sich auf staatlichem Land, beispielsweise an Flussufern oder Straßenrändern, niederlassen, werden daher oft vertrieben.

Klimawandel, Überschwemmungen, Dürren und wirtschaftliche Not haben in den letzten Jahren viele Familien vertrieben. Für arme Gemeinschaften, insbesondere Tagelöhner und Migranten, bleibt sicherer Wohnraum eine große Herausforderung. Für diese Menschen haben wir kürzlich eine Wohnsiedlung mit 50 Häusern errichtet, die an Bedürftige vergeben wurden. Die Regierung, humanitäre Organisationen und lokale Gemeinschaften haben alle versucht, zu reagieren, insbesondere in Notfällen wie den verheerenden Überschwemmungen der letzten Jahre. Dennoch ist der Bedarf immens. Die Kirche, obwohl sie eine Minderheit mit begrenzten Ressourcen ist, versucht, den Leidenden nahe zu sein. Durch Caritas, diözesane Sozialprogramme, Netzwerke auf Pfarreien-Ebene und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern leisten wir Nothilfe, bieten vorübergehende Unterkünfte, Nahrungsmittelhilfe, medizinische Versorgung, Bildungsförderung und Rehabilitationsprojekte an. Unsere Mission ist es, den Vergessenen ihre Würde und Hoffnung zu geben.

 

Während wir in Deutschland mit einer alternden Bevölkerung zu kämpfen haben, wächst eure Jugendbevölkerung bemerkenswert schnell. Dies stellt das Bildungs- und Berufsbildungswesen sowie das Gesundheitswesen vor enorme Herausforderungen.

Die Jugend ist aber zugleich Pakistans größte Hoffnung. Eine große Jugendbevölkerung kann eine enorme Stärke sein, wenn sie mit guter Bildung, beruflichen Perspektiven, Gesundheitsversorgung und moralischer Bildung einhergeht. Andernfalls drohen Frustration und Instabilität. Die katholische Kirche in Pakistan investiert seit Langem in Bildung, weil wir davon überzeugt sind, dass Bildung Leben verändert und Nationen aufbaut. Unsere Schulen und Hochschulen stehen Schülern und Studierenden aller Glaubensrichtungen offen. Wir konzentrieren uns zunehmend auch auf technische Bildung, Jugendarbeit, Führungskräfteentwicklung und Kompetenztraining, damit junge Menschen einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten können. Auf seelsorgerischer Ebene ermutigen wir junge Menschen, Botschafter des Friedens, der ökologischen Verantwortung, des interreligiösen Dialogs und des sozialen Engagements zu werden. Wir wollen, dass sie nicht nur nach persönlichem Erfolg streben, sondern auch zu verantwortungsbewussten Bürgern werden, die sich um andere kümmern.

 

Wir alle stehen vor immensen ökologischen Herausforderungen. Ein Land wie Pakistan mit Sommertemperaturen, die mitunter 50 Grad Celsius übersteigen, und häufigen tropischen Starkregen, ist besonders stark gefährdet. Wie beurteilest du diese Situation, sowohl persönlich als auch in deiner Funktion als Vorsitzender der Bischofskonferenz? Was muss getan werden, und wie kann dies erreicht werden?

Pakistan gehört zu den Ländern, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, obwohl es nur einen sehr geringen Anteil zu den globalen Emissionen beiträgt. Extreme Hitze, Wasserknappheit, Überschwemmungen, veränderte Wettermuster und Umweltzerstörung beeinträchtigen bereits Millionen von Menschenleben, insbesondere die der Armen. Für uns ist Ökologie nicht nur eine Umweltfrage, sondern auch eine moralische und spirituelle Verantwortung. Inspiriert von den Lehren der Kirche, insbesondere dem Aufruf zur Bewahrung unseres „gemeinsamen Hauses“, wie der verstorbene Papst Franziskus es immer wieder formuliert hat, fördern wir das ökologische Bewusstsein durch Schulen, Gemeinden, Jugendbewegungen und soziale Programme. Praktische Beispiele hierfür sind Baumpflanzaktionen, Wasserschutzmaßnahmen, Umweltbildung und gemeinschaftliche Hilfsaktionen bei klimabedingten Katastrophen. Doch kein Land kann diese Krise allein bewältigen. Wir brauchen globale Solidarität, verantwortungsvolle Politik, nachhaltige Entwicklung und einen Wandel des Lebensstils, der Mensch und Schöpfung gleichermaßen respektiert.

 

Die schwierige Lage Pakistans und nicht zuletzt die der christlichen Minderheit dort ist eine Last, die man kaum allein tragen kann. Wie gehst du als Bischof innerhalb einer weltweiten religiösen Gemeinschaft damit um? Und zum Schluss: Welchen Rat hast du für uns in Deutschland?

Der Glaube gibt uns Kraft. Die Kirche in Pakistan ist klein, aber reich an Mut, Hoffnung und Engagement. Ich schöpfe Inspiration aus dem Glauben ganz normaler Menschen, die trotz vieler Schwierigkeiten weiterhin in Würde leben, vertrauensvoll beten und anderen dienen. Zur Weltkirche zu gehören, ist ebenfalls eine große Quelle der Ermutigung. Die Solidarität von Christen und Menschen guten Willens in aller Welt erinnert uns daran, dass wir nicht allein sind. Mein Appell an unsere Freunde in Deutschland und Europa ist einfach: Setzen Sie sich weiterhin für Menschenwürde, Frieden, Gerechtigkeit und Dialog ein. Unterstützen Sie Bildung, humanitäre Hilfe, ökologische Verantwortung und Initiativen, die Brücken zwischen Völkern und Religionen bauen. Die Welt braucht heute nicht noch mehr Angst und Spaltung. Es braucht Mitgefühl, Verständnis und eine gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Menschheit.

 

Unsere Organisationen für Obdachlose, also vision:teilen und fiftyfifty, haben regelmäßig Spenden für deine Projekte gesammelt. Was wurde mit diesen Geldern Gutes bewirkt?

Wir sind euch zutiefst dankbar für die Solidarität und Großzügigkeit, die ihr uns durch eure Unterstützung entgegengebracht habt. Diese Beiträge haben das Leben von bedürftigen Familien und Gemeinschaften spürbar und konkret verändert. Die Gelder haben dazu beigetragen, von Überschwemmungen betroffenen Familien Nothilfe zu leisten, Wohnbau- und Rehabilitationsprojekte zu unterstützen, den Zugang zu Bildung für arme Kinder zu erleichtern, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und Programme zur Existenzsicherung für notleidende Gemeinschaften zu stärken. In vielen Fällen hat diese Unterstützung Menschen, die fast alles verloren hatten, neue Hoffnung gegeben. Über die materielle Hilfe hinaus vermittelt diese Solidarität eine starke menschliche und spirituelle Botschaft: dass leidende Menschen nicht vergessen werden und dass Mitgefühl Grenzen, Kulturen und Religionen überwindet. Für dieses Zeugnis der Brüderlichkeit sind wir euch von Herzen dankbar.

 

Spenden für Pakistan

fiftyfifty-galerie.de/spenden, Stichwort: Bischof Samson

 

Bischof Samson Shukardin

… ist ein pakistanischer Franziskaner und seit 2015 Bischof der Diözese Hyderabad. Der 1961 Geborene steht als Vorsitzender der Pakistanischen Bischofskonferenz konsequent für den interreligiösen Dialog, die Förderung der Menschenrechte und die Unterstützung benachteiligter Gemeinschaften ein. Besondere Aufmerksamkeit verdient sein Engagement als Bischof und Anwalt der Menschenrechte für Christ*innen, Muslim*innen und nichtchristliche Minderheiten, wann und wo immer sie von Menschenrechtsverstößen bis hin zu blutigen Gewaltereignissen betroffen sind. Ebenso sind seine Projekte immer gemeinsam für alle betroffenen Bevölkerungsgruppen konzipiert. In diesem Zusammenhang trat er wiederholt ausgleichend für Gerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Schutz der Religionsfreiheit in Pakistan ein.

*Der Bischof ist wie Bruder Peter ebenfalls Franziskaner, daher in der Anrede in den Fragen das brüderliche „Du“ statt des für einen Bischof üblichen respektvollen „Sie“