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Pino ist seit März komplett raus aus dem Leistungsbezug und arbeitet Vollzeit in einem Café. Steffi nimmt seit neun Monaten kein Crack mehr und sieht ihre Tochter wieder regelmäßig.

Zuhause ist mehr als ein Ort

Über die Wirksamkeit von Housing First. Noemi Pohl (Texte) und Katharina Mayer (Fotografie) haben ehemalige Obdachlose in ihren neuen Wohnungen besucht.

Jede Nacht schlafen in Deutschland tausende Menschen draußen. Auf Parkbänken, in Zelten, in Hauseingängen, bei Regen, bei Kälte, bei Sturm. Nicht freiwillig, sondern weil sie keinen anderen Ort haben. Weil das System oft erst dann hilft, wenn jemand alkoholabstinent und therapiert ist, „wohnfähig“, so das Unwort dafür - obwohl genau das ohne sicheren Boden kaum gelingen kann. Housing First dreht diese Logik um. Die eigene Tür, die man hinter sich abschließen kann, ist hier keine Belohnung, sondern Fundament.

 Seit sie 14 ist schreibt Sandra Texte, in der Akademie der Straße malt sie Bilder, nur in ihren Lieblingsfarben Blau und Türkis, stellt mit Künstler*innen aus und verkauft ihr eigenes Buch.

Die Freiheit, Essen anbrennen zu lassen: Sandra

„Wer im Wald sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.“ Sandra Martini, 59, lacht: „Im Glashaus saß ich ja schon.“ An ihrem 40. Geburtstag im Jahr 2007 fegt Orkan Kyrill über Deutschland. Sandra sitzt tatsächlich im Glashaus, einem kleinen Kunstort am Worringer Platz vor dem Hauptbahnhof, trinkt Tee und versucht sich vor dem Sturm zu schützen. Sie ist obdachlos. Als die Wände zu wackeln beginnen, wird ihr klar: So geht es nicht weiter.

Sandras Alltag war lange von Enge bestimmt. Es gab Phasen, da war sie auf „Wohnungsfreier“ angewiesen: Männer, die Obdach gegen Sex tauschten. „Waren keine Traumtypen“, sagt sie heute trocken. In anderen Nächten schlief sie bei Minusgraden auf Steinbänken. Dann lebte sie neun Jahre im städtischen Obdach: 18 Quadratmeter, Gemeinschaftsduschen, Gemeinschaftsküchen. Um zu kochen, musste sie ihr Geschirr durch lange Flure balancieren.
Die Wende kam durch fiftyfifty. Erst verkaufte sie das Magazin, ihr „Coming Out“, wie sie sagt. „Mit fiftyfifty zeigst du, dass du arm bist“, so Sandra. Später führte sie als Guide bei alternativen Stadtführungen Menschen durch ihr Düsseldorf. Und sie hörte so von Housing First. Im Oktober 2016 schloss sie erstmals die Tür zu einer eigenen Wohnung auf - in einem Haus mit zehn anderen Housing-First-Bewohner*innen. Der Moment war für Sandra unbeschreiblich, die Veränderung nicht nur räumlich: „Ich wurde selbstbewusster“, reflektiert sie heute. Endlich hatte sie Zeit für ihre große Leidenschaft: Seit sie 14 ist schreibt Sandra Texte, in der Akademie der Straße malt sie Bilder, nur in ihren Lieblingsfarben Blau und Türkis, stellt mit Künstler*innen aus und verkauft ihr eigenes Buch.

Was ein Zuhause heute für sie bedeutet? Sandra überlegt keine Sekunde: „Den Fernseher anmachen und genau das Programm schauen, das ich möchte. Kochen. Meine Bedürfnisse voll ausleben. Und auf Toilette zu gehen, ohne das Besetzt-Zeichen zu sehen.“ Sandra spricht viel vom Kochen. Früher musste sie neben dem Topf stehen bleiben, damit niemand etwas klaut. Heute setzt sie sich ins Wohnzimmer, während es köchelt. „Da passiert es schon mal, dass ich was verbrenne. Aber das ist nicht schlimm.“ Nicht schlimm. Das ist der Ausdruck ihrer ganz persönlichen Freiheit.

[smakll] Homer Simpson steht in Thomas’ Wohnung als Pappaufsteller zwischen Kartons, die noch darauf warten, ausgepackt zu werden. Jahre gesammelter Dinger, endlich alle an einem Ort.

Das Zuhause selbst gestalten: Thomas

In großen Buchstaben auf einem Schild im Vintage-Look hängt dieses Credo an der Wand von Thomas‘ Wohnung. Zur Begrüßung streckt er zwei Finger aus, Rock'n'Roll, und bietet Kaffee an. Dann lehnt er sich in seinen Sessel zurück. Zu seinen Füßen liegen zwei Hunde. Die Tapete hinter ihm ist tiefrot mit goldenem Muster, Pflanzen wuchern in jeder Ecke. Homer Simpson steht als Pappaufsteller zwischen Kartons, die noch darauf warten, ausgepackt zu werden. Jahre gesammelter Dinger, endlich alle an einem Ort. Im Hintergrund läuft Reggae.

Thomas, 55, hat sich seine Wohnung selbst gemacht. Die Tapete selbst geklebt, den Sessel selbst ausgesucht. Seit letztem Sommer bewohnt er die 40 Quadratmeter von Housing First. „Ich wollte es mir hier kuschelig machen“, sagt er. „Eigenverantwortung ist super.“ An der Wand hängt sein Kunstwerk: Ein Astronaut im Universum, gemalt auf einem alten Stück Parkettboden. Er nennt es „So far out“.
Der Weg hierher war lang. Seit er 21 ist, war er immer wieder obdachlos. Er fing eine Ausbildung als Mediengestalter an, spielte Gitarre, spie Feuer: „Für 15 Minuten ist jeder ein Star“, sagt er und lacht. Vier Jahre stand er auf der Warteliste für Housing First. Jahre, in denen er mit seiner Hündin Luna irgendwo unterkommen musste. „Es gibt nur zwei Notunterkünfte in Düsseldorf, wo man mit Hund reindarf. Ist das nicht erbärmlich?“ Entweder ein Dach oder den Hund abgeben, hieß es oft. Luna abgeben kam für ihn nie in Frage. Dann endlich die Nachricht: Thomas und Luna bekommen eine eigene Wohnung. Heute schläft er ruhig, aber die erste Nacht in der Wohnung war „ein Horror“. Er ließ direkt jemanden bei sich schlafen, hatte eine unruhige Nacht. Auch heute lässt er einen Obdachlosen, den er gestern vor dem Penny getroffen hat, bei sich übernachten. „Ich feiere mich nicht dafür ab. Aber es ist schön, dass ich die Freiheit habe, anderen das zu ermöglichen.“
Die Freiheit: Das ist es, worüber Thomas am meisten spricht. Nicht über Komfort, nicht über Quadratmeter. Sondern darüber, selbst entscheiden zu können. „Ich bin froh, dass ich mal selbst sagen kann, wann Tür auf und wann Tür zu.“ Auf der Straße merke man gar nicht mehr, wie sehr man sich verbiegt. Heute sei er selbstbewusster.
Für Housing First hat er klare Worte: „Bitte mehr davon. Die Zeit auf der Straße war nicht gut. Man muss so viel ausblenden.“ Ob es für alle funktioniert, weiß er nicht. Aber er weiß, dass es für ihn funktioniert hat. „Jeder Jeck ist anders, aber alle haben eine Chance verdient“, sagt Thomas. Dann macht er noch eine Platte und eine Zigarette an.

Heiko und Sven lieben ihr eigenes Reich, das sie mit gespendeten Möbeln eingerichtet haben.

Man kommt in sein eigenes Reich: Sven und Heiko

Wer hier klingelt, wird von Hündin Sidney empfangen. Dahinter stehen Heiko, 49, und sein Mitbewohner Sven. In der Wohnung ist es warm, Fortuna-Düsseldorf-Sticker zieren die Wände.
Heiko lebte sieben Jahre auf der Straße. Er verbrachte Zeit in Haft und verlor währenddessen beide Elternteile. „Zum Glück war fiftyfiftfy für mich da.“ Heiko begann, alternative Stadtführungen zu geben, arbeitete im Projekt „Housing First meets Gastro“ mit und erhielt 2017 schließlich seine eigene Wohnung im Projekt. Seitdem hat er nie wieder auf der Straße geschlafen.
Später traf er Sven, den er von der Platte kannte. Auch er war in Haft und verlor seine Wohnung. Jahre lang war Sven nirgends gemeldet, ein Phantom in den Registern. Heiko bot ihm an: Wenn du dein Leben ändern willst, zieh bei mir ein. Seit Mai haben sie einen gemeinsamen Mietvertrag für 45 Quadratmeter.

Eingerichtet haben sie sich mit Spenden und alten Möbeln. Heiko schläft auf dem Ledersofa unten, Sven auf dem Hochbett darüber. Die Küche ist ein schmales Räumchen mit zwei Herdplatten, kaum Platz zum Umdrehen. Trotzdem ist das Kochen für Heiko etwas Besonderes. Es war das Erste, was er tat, als er seine erste Wohnung bezog. Heute arbeitet er Vollzeit als Küchenhilfe. Sven ist Frührentner, schraubt an Fahrrädern und geht mit Sidney Gassi. Eines steht bei beiden fest im Terminkalender: Wenn Fortuna spielt, wird Fußball geschaut.
Was Heiko an freien Tagen am liebsten macht? Schlafen. Ein Wort, das für ihn schwer wiegt. „Anfangs fällt es schwer, beide Augen zuzumachen. Weil du denkst, du könntest attackiert werden“, erinnert er sich. Erst nach zwei Wochen wich das Misstrauen der Sicherheit.
Was bedeutet Zuhause für die beiden? Heiko antwortet ohne Zögern: „Geborgenheit, Sicherheit, Wärme. Und Abgrenzung. Ein Rückzugspunkt.“ Sven nickt. „Man kommt in sein eigenes Reich. Man hat seine eigenen vier Wände, einen Bestimmungsort.“ Heiko blickt sich in seinem Wohnzimmer um. Die Sicherheit, die er hier gefunden hat, wünscht er auch anderen. Er hofft, dass Housing First weiterwächst, damit Menschen nicht nur ein Dach, sondern auch ihre Würde zurückbekommen.

Dave hat einen weiten Weg hinter sich. Er musste lernen, geduldig zu sein.

Kraft tanken: Dave

Dave, 46, nennt seit 25 Jahren Düsseldorf sein Zuhause. Jahre mit „Höhen und tiefen Abstürzen“: Obdachlosigkeit, Sucht, mehrere Suizidversuche. „Ich bin gerade dabei, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen“, sagt er. Seit dem 1. Juli 2025 ist er clean.
Dave kennt das Leben auf der Platte: Vier Jahre war er obdachlos. Doch er kennt auch den Moment, in dem sich alles drehte: 2013 drehte er den Schlüssel zu seiner ersten Wohnung über Housing First um. „Das Gefühl ist gar nicht mit Worten zu beschreiben. Diese Angst fällt komplett von einem ab.“ Die ständige Furcht auf der Straße, angezündet oder attackiert zu werden, wich der Sicherheit. Doch das Ankommen dauerte: Anfangs konnte er gar nicht schlafen, musste sich erst an den Frieden gewöhnen. Einen festen Boden unter den Füßen zu haben, war für ihn „essentiell“, so Dave. „Erst dann konnte ich zur Ruhe kommen und wieder hochkommen, zu mir finden.“
In dieser Zeit lebte Dave in einer Partnerschaft, beide waren abhängig, zogen sich immer wieder gegenseitig runter. „Zwei Nichtschwimmer können sich nicht gegenseitig das Schwimmen beibringen“, sagt er heute. 2022 folgte der Bruch: Dave wurde inhaftiert, währenddessen verstarb seine Lebenspartnerin. Für Dave legte sich ein Schalter um: „Ansonsten wäre ich auch draufgegangen. Und das wollte ich nicht.“ Dave hat einen 16-jährigen Sohn, für den er ein stabiler Vater sein will.
Nach der Haft und einer schwierigen Zeit in einer Therapieeinrichtung lebt er heute wieder in einer Housing First Wohnung. Und wieder war es eine Herausforderung: „Man muss das auch erst einmal annehmen können, ich war davon so überfordert.“ Er spürte eine überwältigende Dankbarkeit: „Ich bin nie jemand gewesen, der sich ins gemachte Nest setzt.“
Derzeit arbeitet er als Praktikant in der Küche eines Ministeriums - sein erster geregelter Job seit über 20 Jahren. In seiner Freizeit kehrt er zu alten Leidenschaften zurück: Er spielt Schlagzeug und träumt vom Motocross. Dave hat einen weiten Weg hinter sich. Er musste lernen, geduldig zu sein: „Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht“, lacht er. Dinge nicht zu überstürzen, step by step vorwärts zu gehen.

Pino ist seit März komplett raus aus dem Leistungsbezug und arbeitet Vollzeit in einem Café. Steffi nimmt seit neun Monaten kein Crack mehr und sieht ihre Tochter wieder regelmäßig.

Erst ankommen - dann alles andere: Pino und Steffi

Was verbindet einen Obdachlosen mit dem anderen? Pino, 46, denkt nicht lange nach: „Die Einsamkeit“. Pino weiß, wovon er spricht: 17 Jahre auf der Straße, 17 Jahre Drogen. 17 Jahre, in denen er kaum eine Einrichtung mehr betreten durfte, weil er überall Hausverbot hatte. 52 Kilo wog er am Ende, offene Wunden am Körper, immer aggressiver, weit weg von sich selbst. „Ich war im Schatten von mir“, sagt er heute.
Pinos Partnerin Steffi, 38, kennt dieses Gefühl. Mit 16 kam sie zum ersten Mal an Heroin, seit 20 Jahren ist sie in Substitution. Als Pino vor zwei Jahren aus der Therapie kam, hörte auch sie auf mit dem Crack - sogar ohne Therapie. Die beiden haben sich vor fünf Jahren im Konsumraum kennengelernt, seitdem sind sie ein Paar. „Wir haben uns durch die Drogen kennengelernt. Jetzt lernen wir uns nochmal ganz neu kennen“, erzählt Steffi. Heute sitzen sie auf ihrem grauen Sofa in einer 86-Quadratmeter-Wohnung. Der Grund, warum es ihnen heute so gut geht: „Eine Wohnung ist das Allerwichtigste. Erst ankommen. Dann alles andere“, sagt Pino, Hündin Frieda schläft auf seinem Schoß. „Die Wohnung spiegelt wider, wie wir innen sind: aufgeräumt, ruhig“, sagt Pino.

Diese Ruhe war lange unvorstellbar. Als Pino vor 20 Monaten seine erste Wohnung bekam, war er noch schwerstabhängig. Die Wohnung war die Rettung vor dem Winter - und Überforderung zugleich. „Auf einmal musste ich mir meine erste eigene Bettwäsche aussuchen“. Zu viel auf einmal. Trotzdem: Ein „Wahnsinnsgefühl“. Pino wusste: Erst durch diese Sicherheit konnte er eine Entgiftung und eine Langzeittherapie angehen. Fünfeinhalb Monate, in denen er sich nur auf sich konzentrierte. Auf seine Kindheit, auf die Frage, welche Gefühle er all die Jahre wegkonsumiert hatte. „Ich konnte nie der sein, der ich bin“, sagt er. „Zuhause bedeutet für mich Geborgenheit, Zufriedenheit und keine Angst mehr zu haben“.
Vor wenigen Wochen ermöglichte Housing First den beiden die erste gemeinsame, größere Wohnung. „Dieses Ding der Augenhöhe bei fiftyfifty ist entscheidend“, erklärt Pino. „Kein Druck, nur: Wir glauben an dich.“
Heute stecken sich beide nur kleine Ziele. Einen kleinen Urlaub dieses Jahr. Den nächsten Tag clean bleiben. „Ich bin immer nur für den heutigen Tag clean“, sagt Pino. „Ich weiß nicht, was morgen ist. So summiert sich das. Und jetzt bin ich schon bei 15 Monaten.“ Sein letztes Ziel hat er gerade erreicht: Er ist seit März komplett raus aus dem Leistungsbezug und arbeitet Vollzeit in einem Café: „Ich bin zum ersten Mal irgendwo angekommen. Auch in der Gesellschaft.“

Steffi nickt. Seit neun Monaten kein Crack mehr. Ihre Tochter sieht sie wieder regelmäßig.
 

Sieben Menschen, fünf Wohnungen. Sieben Schicksale. Zuhause ist mehr als ein Ort. Es ist Geborgenheit, Sicherheit, Rückzugsort, Abgrenzung, Autonomie, Selbstbewusstsein, Freiheit. Es bedeutet, kochen zu können, die Tür abzuschließen und kreativ zu sein. Ein Zuhause zu haben, ist für viele keine Selbstverständlichkeit und doch ein Grundrecht. Es ist der Anfang von allem.

Katharina Mayer ist Professorin für Kunst und seit 2016 erste Vorstandsvorsitzende von fiftyfifty. Sie leitet das Projekt „Akademie der Straße“, bei dem sich Obdachlose einmal wöchentlich treffen und gemeinsam Kunst schaffen.

 

Das Buch zur Titelgeschichte

„Kunstprofessorin Katharina Mayer und Hubert Ostendorf, Geschäftsführer von fiftyfifty, haben ein Buch herausgegeben, das Fotografie, Malerei und Texte bündelt. „Zuhause ist mehr als ein Ort“ handelt vom Leben auf der Straße und der Kraft der Kunst. … Das Buch fasst auf 253 Seiten Tragödien der Straße zusammen, zeigt Projekte auf, die die Not lindern, wirft Fragen auf und erzählt Geschichten von Armut und Leid, von Mut und Stärke. … Da ist das Vorwort von Ingrid Bachér. Sie denkt über einen Obdachlosen nach, der auf der Straße mitten auf dem Gehweg schläft. 'Ja, er will sichtbar sein, und das ist richtig so, denn gehört ihm, dem Bürger, nicht auch der Bürgersteig?' … Da sind die Artikel von Hubert Ostendorf, die Geschichten von Menschen erzählen, von gnadenlosen Schicksalsschlägen, vom begnadeten Maler Krickel Krakel, von der todkranken Rahela, von Maria aus Rumänien, von Erika, die ihre drogensüchtige Enkelin nicht im Stich lässt. … Da sind die Texte und Zitate der Wohnungslosen, der ehemals Wohnungslosen und der fiftyfifty-Verkäuferinnen und Verkäufer, die vom Glück erzählen, einen Hund zu haben, von Projekten wie Housing First. Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, haben hier eine Stimme, werden hörbar und sichtbar.“ Rheinische Post

Das Buch „Zuhause ist mehr als ein Ort“ kann für 18 Euro bestellt werden: www.fiftyfifty-galerie.de/shop

 

Wer hilft mit, Obdachlosen Apartments zu vermieten?

fiftyfifty will in Kooperation mit der Stadt Düsseldorf zeigen, dass es möglich ist, die Straßenobdachlosigkeit in einer deutschen Großstadt weitgehend zu überwinden. Dafür benötigen wir etwa 500 Apartments. 141 haben wir bereits - im eigenen Besitz oder durch Überlassung von privaten Investor*innen. Wer hilft uns, Wohnungen für Obdachlose zu kaufen? Durch Spende (asphalt e.V. DE35 3601 0043 0539 6614 31) oder Eigenerwerb und anschließender Vermietung an eine/n Obdachlose/n. fiftyfifty sucht das Apartment und wickelt alles ab: Beurkundung, Vermietung, Betreuung etc. Sichere Miete durch Jobcenter, Rendite immerhin ca. 3 %. Interesse? 017621432308 (Hubert Ostendorf)