Zahl: Zweiunddreißigtausend
Mehr als 32.000 Wohnungen...
...wurden im Jahr 2024 zwangsgeräumt, gut 2.000 mehr als im Vorjahr. Die Zahlen gehen aus einer Statistik hervor, die das Justizministerium auf eine Frage der Linken im Bundestag herausgab. Die häufigste Ursache sind Mietschulden. „Immer mehr Menschen fallen dem Mietenwahnsinn zum Opfer, können die Mieten nicht mehr zahlen, werden gekündigt und zwangsgeräumt“, sagte die Miet- und Wohnungsbauexpertin der Linken, Caren Lay, der Deutschen Presse-Agentur. Dem Paritätischen Gesamtverband zufolge steigt die Zahl der Menschen, die von Wohnarmut betroffen sind, von Jahr zu Jahr. Bundesweit liegt sie aktuell bei 22,3 Prozent (18,4 Millionen Menschen). Besonders hoch fällt die Quote mit 31 Prozent bei jungen Erwachsenen bis 25 und bei Menschen ab 65 Jahren mit 29 Prozent aus. 31 Prozent aller Paare mit drei oder mehr Kindern seien von Wohnarmut betroffen, bei Alleinerziehenden sind es vier von zehn Haushalten. Caren Lay bezeichnete die steigenden Zahlen als „soziale Katastrophe“ und fordert, man müsse „Zwangsräumungen in die Wohnungslosigkeit verbieten“. Es brauche mehr sozialen Wohnraum und einen verbesserten Kündigungsschutz für Mieter. Für Menschen über 70 wolle man sogar ein gänzliches Kündigungsverbot.