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Danica Dakic: La Grande Galerie 2, 2004 C-Print auf Aluminium (Ausschnitt) © Danica Dakic VG Bild Kunst Bonn

Endlich sichtbar - Fotografinnen im Stadtmuseum Düsseldorf

In einer Sonderausstellung mit dem Titel Perspektivwechsel. Fotografinnen in Düsseldorf sind 240 Arbeiten von 120 bekannten und weniger bekannten Künstlerinnen zu sehen: ein einmaliger Überblick über die große Vielfalt der Kunst von Fotografinnen in Düsseldorf. Auch Filme und Videos zählen dazu; diese verweisen auf die Entwicklung technischer visueller Medien in der Kunst, in der die Düsseldorfer Kunstakademie eine weltweit verbindende Rolle spielte.

Obwohl Frauen in der Fotografie mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen und politischen Entwicklung geleistet haben, finden ihre Werke bis heute zu wenig Beachtung – ein Resultat struktureller Diskriminierung. Besucher*innen treffen auf Werke von Fotografinnen, deren Schaffen im historischen Kontext als feministisch gelten kann, auch wenn es nicht explizit politische Botschaften vermittelt. Sie sehen Aufnahmen, die feministische Bewegungen dokumentieren, und aktuelle Arbeiten, die sich aktiv mit Fragen von Geschlechterrollen, Machtstrukturen und Sichtbarkeit auseinandersetzen.

Die Ausstellung umfasst abstrakte Fotografie, Dokumentations- und Stadtfotografie, inszenierte Porträt-, Mode- und Theaterfotografie sowie soziale Fotografie. Sie reflektiert unterschiedlichste historische wie zeitgenössische Aspekte von Stadt und Gesellschaft seit der Entstehung der Fotografie bis heute. Diese Vielfalt eröffnet neue Perspektiven und lädt dazu ein, den eigenen Blick zu hinterfragen.

Einen bedeutenden Beitrag zu den Themen globale (Sozial-)Politik, Migration und Transkulturalität leistet Danica Dakics Werk La Grande Galerie 2. Die aus Sarajevo stammende Foto- und Videokünstlerin, Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf, inszenierte darin eine Roma-Familie in einem Flüchtlingslager im Kosovo vor dem Hintergrund des Gemäldes La Grande Galerie von Robert Hubert aus dem Pariser Louvre – eine Gegenüberstellung der visionären malerischen Ruine mit der realen menschlichen Situation von Vertreibung, Zerstörung und Verfall.

Die Ausstellung ist mehr als eine kunsthistorische Aufarbeitung: Sie ist ein Statement, das zeigt, wie weibliche Perspektiven über Jahrzehnte übersehen wurden, und wie stark sie sind, wenn sie endlich sichtbar werden. Ein vielseitiges Begleitprogramm mit Führungen, Künstlerinnengesprächen und Vorträgen bietet die Möglichkeit, in den Dialog zu treten.

Tatjana Nicholson