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380 Euro...
...sieht das BAföG aktuell pro Monat für Wohnkosten vor. In den meisten Hochschulstädten reicht das längst nicht mehr. 2025 sind die Mieten für Studierende auf ein neues Rekordniveau gestiegen und liegen jetzt im Bundesdurchschnitt bei 505 Euro. Laut Statistischem Bundesamt sind fast zwei Drittel der Studierenden durch die Wohnkosten überfordert. Der Vorstandsvorsitzende des Studierendenwerks, Matthias Anbuhl, warnt vor sozialer Schieflage, wenn die Frage, an welcher Hochschule und in welcher Stadt jemand studieren kann, nicht von Interesse und Talent abhängen, sondern letztlich vom Geldbeutel der Eltern. Anbuhl fordert die Politik umgehend zum Handeln auf. Die BAföG-Wohnkostenpauschale müsse schnell steigen.
Dass die von der Bundesregierung versprochene Erhöhung auf 440 Euro zum Wintersemester 2026 nicht ausreichen wird, sei jetzt schon abzusehen. Dringend brauche es auch eine Ausweitung des Angebots an bezahlbaren Wohnungen in Studierendenwohnheimen. Das 2023 initiierte Bundesprogramm "Junges Wohnen" sei dafür ein erster wichtiger Schritt. Vor allem auch müsse die Mietpreisbremse geschärft werden, gerade bei möblierten Zimmern, damit die Preise in den Hochschulstädten nicht weiter durch die Decke gehen.
Hans Peter Heinrich