Die Zukunft unserer Straßenzeitung fiftyfifty ist bedroht. Die Digitalisierung und die anhaltende Corona-Krise machen uns schwer zu schaffen. (Hier mehr Infos: https://www.fiftyfifty-galerie.de/artikel/6944/fiftyfifty-retten-mit-einem-digital-sttzungsabo-ab-38-euro-pro-jahr) Um die PAPIER-Ausgabe der fiftyfifty zu stützen, bitten wir Sie sehr herzlich um Abschluss eines Digital-Soli-Abos. Hier klicken, bitte: https://www.fiftyfifty-galerie.de/kunst/7278/1-2-3-fiftyfifty-digital-abo

In der März-Ausgabe unserer fiftyfifty geht es um Housing First – eine Methode, Obdachlosigkeit auf Dauer zu beenden. Dies erläutert Juha Kaakinen in seinem Titel-Beitrag, in dem er erklärt, wie seine Heimat Finnland nahezu alle Obdachlosen von der Straße in normale Wohnungen gebracht hat. Mona Monsieur erläutert, was auch fiftyfifty schon geschafft hat und dass dank unseres Engagements niemand mehr an der Diskussion um Housing First vorbeikommt. Mona Monsieur wörtlich: “Über 60 Langzeitobdachlosen in Düsseldorf hat fiftyfifty ein neues Leben ermöglicht.” Und: “22 Vereine aus 12 Städten setzen nun mit Unterstützung von fiftyfifty ebenfalls Housing-First um, es wurde Wohnraum für mehr als 70 Menschen geschaffen, die ohne Housing-First wohl noch immer auf der Straße leben würden.” In meinem Vorwort gehe ich hart mit der Politik ins Gericht, die immer noch Housing First vernachlässigt: “Warum kann das, was wir beispielhaft konzipiert haben, nicht in ganz Deutschland zum Regierungsprogramm werden? Wie etwa in Finnland, wo durch Housing First die Obdachlosigkeit quasi abgeschafft wurde. Dazu bedarf es aber einer anderen Wohnungspolitik. Wir dürfen das Bauen von preiswerten Wohnungen nicht der rein auf Profit orientierten Wohnungswirtschaft überlassen. Wir brauchen in Neubau-Siedlungen nicht nur eine Quote für Geringverdiener sondern explizit auch für Obdachlose. Der Staat muss der Grundstücksspekulation entgegen wirken. Es darf nicht sein, dass Wohnungskonzerne keine Grunderwerbssteuer zahlen, Privatleute beim Kauf von Wohnungen aber zur Kasse gebeten werden. Wir brauchen Mietobergrenzen, ein höheres Wohngeld, einen Mindestlohn von 13 Euro … und, und, und. fiftyfifty hat es vorgemacht. Obdachlosigkeit kann überwunden werden. Nun ist endlich mal der Staat gefragt.”

Schließlich lobt auch die Presse: Die gemeinnützige Obdachlosenhilfe fiftyfifty hat das Konzept des „Housing First“ nach Deutschland geholt und setzt darauf, Obdachlosen mit einer eigenen Wohnung neuen Lebensmut und eine zweite Chance zu geben. (VOX) / Der Ansatz von fiftyfifty ist so genial wie würdevoll. (Handelsblatt) / Housing First bei fiftyfifty: Weg von der Sucht, rein in ein neues Leben (Express) / Bei fiftyfifty geht man mit einem neuen Konzept gegen Obdachlosigkeit vor: Erst bekommen die Menschen eine Wohnung, danach lassen sich auch die übrigen Probleme besser bekämpfen. Das Housing-First-Projekt hat dem bisherigen „Stufenmodell“ viel voraus. (Die Welt) / Mit der professionell geführten Galerie rückt ein randständiges Projekt in die bürgerliche Mitte. Es wird zum Gesprächsstoff. Kunst ist Teil von fiftyfifty. (Handelsblatt)

Arno Gehring zeigt am Beispiel unserer Verkäuferin Sandra, die fiftyfifty auch immer öffentlich in Interviews vertritt, wie gut Housing First funktioniert. Integriert in diesen Beitrag ist ein QR-Code, der zu einem sehr hörenswerten tagesschau-Podcast führt, bei dem u.a. Sandra und fiftyfifty Streetworkerin Julia von Lindern Housing First erklären.

Ebenfalls im neuen Heft ein satirischer Beitrag des Komikers Johann König über Corona-Leugner*innen: “Was kann ich noch glauben? Ich weiß es nicht. Jens Spahn will uns alle impfen, chippen, sterilisieren, klonen und töten – mit einer Spritze. ... Leute, wacht mal auf. Und wir sollen derweil Urlaub in Deutschland machen, wegen Corona. Corona. Deutschland. Urlaub. C-D-U. Wacht auf, Leute. Die ganzen Maßnahmen! Jetzt soll man nach dem Urlaub sich die Hände waschen. Sach mal geht‘s noch, oder was? Ich habe ein Grundrecht – auf dreckige Hände. Oder was? ... “ Zum Totlachen, echt gefährlich.

Genießen Sie die neue Ausgabe mit vielen weiteren tollen Artikeln, etwa über die Pariser Commune von Florence Hervé. Dort heißt es: “Mit den Pariser Frauen fing es an. Sie waren es, die am 18. März 1871 Alarm schlugen und den Regierungssoldaten entgegentraten, als die reaktionäre Versailler Thiers-Regierung 6.000 Soldaten auf den Montmartre sandte, um die dort deponierten Kanonen der Nationalgarde zu holen - während des deutsch-französischen Kriegs hatte die Nationalgarde ihre Waffen behalten. Kurz nach dem Waffenstillstand von 1871 erhob sich die Pariser Bevölkerung gegen Armut, Hunger und die Versailler Regierung, und errichtete einen revolutionären Stadtrat - bis zur Niederschlagung in der ‘Blutwoche’ Ende Mai.”

Alles in Allem wieder ein spannendes, lehrreiches und kurzweiliges Heft. Wir wünschen gute Lektüre.

Wir bitten Sie auch, sofern noch nicht geschehen, die fiftyfifty nicht nur auf der Straße zu kaufen, das natürlich in jedem Fall!!!, sondern auch digital zu abonnieren, so, wie dies bereits fast 700 Menschen getan haben. Mit dem Digital-Abo tragen Sie dazu bei, dass wir trotz des Auflagenrückgangs u.a. durch Corona die Print-Ausgabe, die für Obdachlose überlebenswichtig ist und durch die jeden Monat über 100.000 Euro auf der Straße umverteilt werden, weiter produzieren können. Mehr Infos und Bestellmöglichkeit ab 38 Euro/Jahr hier: https://www.fiftyfifty-galerie.de/artikel/6944/fiftyfifty-retten-mit-einem-digital-sttzungsabo-ab-38-euro-pro-jahr. (Jede/r neue Abonnent*in bekommt ein Kunstwerk – Fisch Multiple plus Grafik von Kondo - im Wert von 100 Euro geschenkt.)

 

PS: Bitte kein Bettelgeld geben, sondern das Heft auch tatsächlich abnehmen (Tip gerne). Die neue fiftyfifty mit diesen und weiteren Beiträgen ist bei den fiftyfifty-Straßenverkäufer*innen im Verbreitungsgebiet erhältlich. Wie üblich für 2,40 Euro, die Hälfte davon ist für den/die Verkäufer*in.