Die Zukunft unserer Straßenzeitung fiftyfifty ist bedroht. Die Digitalisierung und die anhaltende Corona-Krise machen uns schwer zu schaffen. (Hier mehr Infos: https://www.fiftyfifty-galerie.de/artikel/6944/fiftyfifty-retten-mit-einem-digital-sttzungsabo-ab-38-euro-pro-jahr) Um die PAPIER-Ausgabe der fiftyfifty zu stützen, bitten wir Sie sehr herzlich um Abschluss eines Digital-Soli-Abos. Hier klicken, bitte: https://www.fiftyfifty-galerie.de/kunst/7278/1-2-3-fiftyfifty-digital-abo

 

Obdachlosigkeit, der erweiterte Kunstbegriff und die Soziale Plastik

100 Jahre Joseph Beuys - Benefiz-Ausstellung in der fiftyfifty-Galerie

In der Mai-Ausgabe von fiftyfifty berichten wir darüber, was der Ausnahme-Künstler Joseph Beuys mit dem Thema Obdachlosigkeit zu haben könnte. Am 12. Mai wäre der große Joseph Beuys 100 Jahre alt geworden. Als er 1986 gestorben ist, gab es fiftyfifty noch nicht. Sonst hätte er unsere Obdachlosenhilfe sicher unterstützt, sagt sein Meisterschüler und unermüdlicher Apologet Johannes Stüttgen, der für die aktuelle fiftyfifty einen wunderbaren Text über den Erweiterten Kunstbegriff, die Soziale Plastik und die Obdachlosenhilfe geschrieben hat. Aus Anlass des Jubiläums haben wir eine große Ausstellung vorbereitet, die wegen Auflagen in der Corona-Pandemie leider derzeit nur online gezeigt werden kann: https://www.fiftyfifty-galerie.de/kunst/7907/joseph-beuys. Hier finden Sie ein großes Angebot von Plakatgrafiken und Editionen zu Gunsten unserer Obdachlosenhilfe. Die bei uns gezeigten Arbeiten sind Zuwendungen von Spender*innen, insbesondere von den Verleger-Brüdern Rolf und Klaus Staeck, letzterer der bekannte Plakatkünstler und Beuys-Weggefährte, die ihr umfangreiches Depot für die engagierte Sache durchsucht haben. So kommt also Beuys, der Grenzgänger, Systemüberwinder, Schamane, Revoluzzer der Kunsttheorie, der Unfassbare und auch so außergewöhnliche Professor an der Düsseldorfer Akademie posthum zu der Gelegenheit, fiftyfifty doch noch zu helfen.

Außerdem in der neuen fiftyfifty: Ein Beitrag der depressiven Kultfigur Nico Semsrott über sein Kaninchen und die AfD. Wörtlich: "Mein Kaninchen ist sehr süß. Mein Kaninchen ist im Prinzip ds genaue Gegenteil der AfD. Es ist jung, flauschig und vor allem nicht rassistisch. ... Es gibt in der AfD grob gesehen zwei Gruppen - zum einen die Rassisten und zum anderen die, die es ok finden, mit Rassisten in der gkleichen Partei zu sein, das sind die Tolernten in der AfD."

Und: Wie fiftyfifty-Verkäufer durch Housing First endlich wieder sein Leben in den Griff bekommen hat und nun als Hausmeister arbeitet.

Weiter: Olaf Cless in seinem kultigen "zwischenruf" über die Heilige Corona - von der Frühzeit bis heute. Eine augenzwinkernde kleine Geschichtslektion.

Auch: Die Wutrede des Geflüchteten aus Afghanistan, Saadat Amiri-Sharistani. Darin: "Warum nutzt Deutschland nicht unser Potential?" Viele seien "demotiviert, ohne Arbeit oder in prekären Jobs, von Angst gequält, ohne Hoffnung."

Schließlich: FDP-Chef Christian Lindner im Interview im Rahmen unserer Reihe "Spitzenkandidat*innen zur Bundestagswahl".

Last, not least: Über die verstorbene Theologin und Rebellin Uta Ranke-Heinemann, die wegen ihrer Kritik an der Jungfrauengeburt ("Gynäkologische Klapperstorchtheologie") ihren Lehrstuhl verlor.

Alles in Allem wieder ein spannendes, lehrreiches und kurzweiliges Heft. Wir wünschen gute Lektüre.

Wir bitten Sie auch, sofern noch nicht geschehen, die fiftyfifty nicht nur auf der Straße zu kaufen, das natürlich in jedem Fall!!!, sondern auch digital zu abonnieren, so, wie dies bereits fast 1.000 Menschen getan haben. Mit dem Digital-Abo tragen Sie dazu bei, dass wir trotz des Auflagenrückgangs u.a. durch Corona die Print-Ausgabe, die für Obdachlose überlebenswichtig ist und durch die jeden Monat über 100.000 Euro auf der Straße umverteilt werden, weiter produzieren können. Mehr Infos und Bestellmöglichkeit ab 38 Euro/Jahr hier: https://www.fiftyfifty-galerie.de/artikel/6944/fiftyfifty-retten-mit-einem-digital-sttzungsabo-ab-38-euro-pro-jahr. (Jede/r neue Abonnent*in bekommt ein Kunstwerk – Fisch Multiple plus Grafik von Kondo - im Wert von 100 Euro geschenkt.)

 

PS: Bitte kein Bettelgeld geben, sondern das Heft auch tatsächlich abnehmen (Tip gerne). Die neue fiftyfifty mit diesen und weiteren Beiträgen ist bei den fiftyfifty-Straßenverkäufer*innen im Verbreitungsgebiet erhältlich. Wie üblich für 2,40 Euro, die Hälfte davon ist für den/die Verkäufer*in.