Die Zukunft unserer Straßenzeitung fiftyfifty ist bedroht. Die Digitalisierung und die anhaltende Corona-Krise machen uns schwer zu schaffen. (Hier mehr Infos: https://www.fiftyfifty-galerie.de/artikel/6944/fiftyfifty-retten-mit-einem-digital-sttzungsabo-ab-38-euro-pro-jahr) Um die PAPIER-Ausgabe der fiftyfifty zu stützen, bitten wir Sie sehr herzlich um Abschluss eines Digital-Soli-Abos. Hier klicken, bitte: https://www.fiftyfifty-galerie.de/kunst/7278/1-2-3-fiftyfifty-digital-abo

Liebe Leserinnen und Leser,

die unsere Dezember- bzw. Weihnachtsausgabe enthält eine Titelgeschichte, in der ehemals Obdachlose von ihren Erfahrungen in den von uns überlassenen Wohnungen berichten - berührende Zeugnisse davon, wie eine Wohnung leben verändern und retten kann. Außerdem: ein Interview mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier über Obdachlosigkeit und Armut, worüber wir sehr stolz sind.

Kaum ein Jahr in der Geschichte von fiftyfifty war von so vielen dramatischen Entwicklungen geprägt. Nachdem schon die Corona-Pandemie Obdachlosen das Leben sehr schwer gemacht hat - und natürlich nicht nur ihnen, das wissen wir alle - trifft sie nun die Inflation noch härter. Menschen, die gar keine Reserven mehr haben, sind geradezu verzweifelt angesichts der krassen Preissteigerungen. Hinzu kommt, dass der Verkauf der Zeitung fiftyfifty stark rückläufig ist - durch die Digitalisierung aber nun auch, weil immer mehr Menschen, die das Magazin sonst gekauft haben, sagen, es gehe ihnen selbst nicht mehr gut. Dies ist wohl auch der Grund, warum die Spenden-Einnahmen ebenfalls stark zurückgehen. Wir von fiftyfifty können daher in Zeiten sinkender Einnahmen nur sehr mangelhaft die Notlagen der Obdachlosen kompensieren. Es ist schon schwer genug, all unsere wichtigen Projekte am Leben zu halten.

Für Obdachlose ist Weihnachten sowieso oft ein sehr trauriges Ereignis. Ihnen wird mehr als sonst bewusst, wie einsam sie sind, wie verlassen von der Familie, den eigenen Kindern, der Gesellschaft. Für viele sind wir von fiftyfifty die Familie der Obdachlosen. Und all die Menschen auf der Straße, die ihnen eine Zeitung abkaufen und ein nettes Wort schenken. Das ist das Herzstück unseres Projektes. Aber auch die Hundehilfe „Underdog“ ist wichtig und Housing First sowieso. Was uns da gelungen ist, gibt ein Beispiel für die Überwindung der Obdachlosigkeit für ganz Deutschland.

All das darf nicht gefährdet werden. Bitte setzen Sie ein Zeichen und helfen Sie Obdachlosen. Bitte spenden Sie, wenn möglich. Bitte kaufen Sie zusätzlich zu Ihrem Digital-Abo einmal im Monat unsere Straßenzeitung. Almosen allein helfen nicht, die Auflage zu sichern.

Es tut mir Leid, dass ich Ihnen in diesem Jahr wenig Erbauliches zu Weihnachten schreiben kann. Die Lage ist ernst. Bitte schenken Sie obdachlosen Menschen durch Ihre Spende Zuversicht und Hoffnung.

Ihnen und Ihren Lieben alles Gute zu Weihnachten und - wie besonders wichtig in diesem Jahr: Frieden auf Erden.

Herzliche Grüße, Ihr

Hubert Ostendorf & Team

 

PS: Auch jede Spende ist willkommen. Bitte spenden Sie auf unser Konto von asphalt e.V./fiftyfifty bei der Postbank Essen, DE35 3601 0043 0539 6614 31 oder online hier: www.fiftyfifty-galerie.de/spenden.

Wir bitten Sie auch, sofern noch nicht geschehen, die fiftyfifty nicht nur auf der Straße zu kaufen, das natürlich in jedem Fall!!!, sondern auch digital zu abonnieren, so, wie dies bereits fast 1.400 Menschen getan haben. Mit dem Digital-Abo tragen Sie dazu bei, dass wir trotz des Auflagenrückgangs die Print-Ausgabe, die für Obdachlose überlebenswichtig ist und durch die jeden Monat über 100.000 Euro auf der Straße umverteilt werden, weiter produzieren können. Mehr Infos und Bestellmöglichkeit ab 38 Euro/Jahr hier: https://www.fiftyfifty-galerie.de/artikel/6944/fiftyfifty-retten-mit-einem-digital-sttzungsabo-ab-38-euro-pro-jahr. (Jede/r neue Abonnent*in bekommt ein Kunstwerk geschenkt.)

PPS: Bitte kein Bettelgeld geben, sondern das Heft auch tatsächlich abnehmen (Tip gerne). Die neue fiftyfifty mit diesen und weiteren Beiträgen ist bei den fiftyfifty-Straßenverkäufer*innen im Verbreitungsgebiet erhältlich. Wie üblich für 2,80 Euro, die Hälfte davon ist für den/die Verkäufer*in.