Die Zukunft unserer Straßenzeitung fiftyfifty ist bedroht. Die Digitalisierung und die anhaltende Corona-Krise machen uns schwer zu schaffen. (Hier mehr Infos: https://www.fiftyfifty-galerie.de/artikel/6944/fiftyfifty-retten-mit-einem-digital-sttzungsabo-ab-38-euro-pro-jahr) Um die PAPIER-Ausgabe der fiftyfifty zu stützen, bitten wir Sie sehr herzlich um Abschluss eines Digital-Soli-Abos. Hier klicken, bitte: info [​at​] fiftyfifty-galerie.de

Die September-Ausgabe von fiftyfifty enthält wieder einmal viele interessante Beiträgen. Im Vorwort schreibt fiftyfifty-Redakteur Hans Peter Heinrich über nicht-systemrelevante Menschen, wie zum Beispiel Obdachlose. Dort auch ein Hinweis auf unseren neuen Underdog-Kalender 2021, der bereits erschienen ist. Erhältlich für nur 10 Euro auf der Straße, in ausgewählten Filialen der Buchhandlungen Thaliia und hier: https://www.fiftyfifty-galerie.de/shop. Die durch Corona von Armut betroffene Kabarettistin Katharina Hoffmann schreibt witzig-traurig darüber, wie sie an einem Antrag zur Corono-Soforthilfe fast verzweifelt wäre. In unserer Zeitreise beschäftigt sich fiftyfifty-Geschäftsführer Hubert Ostendorf mit literarischen Beiträgen von berühmten Autor*innen, wie etwa die Nobelpreisträger Elfriede Jelinek, Günter Grass und anderen, die schon für fiftyfifty geschrieben haben. Der "zwischenruf" von Olaf Cless behandelt die erfreuliche Androhung von US-Präsident Donald Trump, Truppen aus Deutschland abzuziehen, weil angeblich die Rüstungsausgaben zu niedrig sind. Der Titel über "Bullshit-Jobs" von Sara Winter Sayilir erzählt über moderne Arbeitsplätze, die schlicht keinen Sinn machen - eine These des Anthropologen David Graeber in dessen gleichnamigen Buch. Olaf Cless schließlich berichtet über eine großartige Ausstellung in Wuppertal über Friedrich Engels, der vor 200 Jahren geboren wurde. Henning Rasche schreibt in einem Essay über Infektionsausbrüche, wovon vor allem Menschen betroffen, die in schwierigen Verhältnissen arbeiten müssen - wie etwa die Zusteller*innen für Amazon. Die Gesellschaft verschließe davor bewusst die Augen. Das sei der Zynismus der Spätmoderne. Außerdem weitere Beiträe von Hans Peter Heinrich darüber, warum wir schlafen und von Hubert Ostendorf über die Schrifstellerin und fiftyfifty-Wegbegleiterin Ingrid Bachér, die 90 wird. Alles in Allem wieder ein tolles, lesenswertes Heft.

Bitte kaufen Sie die neue fiftyfifty auf der Straße. Bitte kein Bettelgeld geben, sondern das Heft auch tatsächlich abnehmen (Tip gerne). Die neue fiftyfifty mit diesen und weiteren Beiträgen ist bei den fiftyfifty-Straßenverkäufer*innen im Verebreitungsgebiet erhältlich. Wie immer für 2,40 Euro, die Hälfte davon ist für den/die Verkäufer*in.

Leider geht die Auflage unseres Straßenmagazins fiftyfifty durch Corona und auch die Digitalisierung immer mehr zurück. Wenn alle, die uns gut finden, nur einmal pro Monat eine Zeitung kaufen würden, hätten wir keine Sorgen mehr und den Obdachlosen auf der Straße wäre sehr geholfen – was ja mindestens genauso wichtig ist. Immerhin werden  it der fiftyfifty bei einem Durchschnittsverdienst pro Zeitung von gut 5 Euro (inkl. Tip) pro Jahr über 1,2 Mio. Euro auf der Straße zwischen obdachlosen und etwas wohlhabenderen Menschen umverteilt. Darum geht es, das darf nicht zugrunde gehen.

Darum bitte: Kaufen Sie die fiftyfifty und werfen Sie nicht einfach nur ein paar Münzen in die von uns nicht gewünschten Bettelbecher. Almosen verkehren den eigentlich Zweck des Projektes ins Gegenteil und führen dazu, dass wir vielleicht irgendwann die Zeitung einstellen müssen. Und: Je länger die Corona-Krise dauert, um so mehr leidet die Auflage der fiftyfifty und umso schwerer ist es, finanziell durchzuhalten. Wir brauchen Ihre Hilfe, wenn dies möglich ist. Bitte spenden Sie auf diese Bankverbindung: asphalt e.V./fiftyfifty, Postbank Essen, DE35 3601 0043 0539 6614 31 oder online: https://www.fiftyfifty-galerie.de/spenden.