Die Zukunft unserer Straßenzeitung fiftyfifty ist bedroht. Die Digitalisierung und die anhaltende Corona-Krise machen uns schwer zu schaffen. (Hier mehr Infos: https://www.fiftyfifty-galerie.de/artikel/6944/fiftyfifty-retten-mit-einem-digital-sttzungsabo-ab-38-euro-pro-jahr) Um die PAPIER-Ausgabe der fiftyfifty zu stützen, bitten wir Sie sehr herzlich um Abschluss eines Digital-Soli-Abos. Hier klicken, bitte: info [​at​] fiftyfifty-galerie.de

Das neue Heft hat es wieder einmal in sich. Der Titel über die neue Armut durch Corona stammt von Deutschlands bekanntestem Armutsforscher, Christoph Butterwegge. Dem widmet sich auch das Vorwort unserer Sozialarbeiterin Julia von Linder, die berichtet, dass immer mehr Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Ein probates Mittel gegen Obdachlosigkeit und Armut ist Housing First. fiftyfifty hat damit in Deutschland zum ersten Mal und in großem Ausmaß Obdachlose direkt von der Straße in normalen Wohnungen in bürgerlichen Häusern untergebracht. Hiermit beschäftigt sich ein Interview von Prof. Tim Engartner, das dieser mit mir für die Wochenzeitung “Freitag” geführt hat. Olaf Cless schreibt in seiner beliebten Kolumne lustig über den inflationären Gebrauch der Floskel “Am Ende des Tages”, nur, um am Ende des Tages festzustellen, dass am Ende des Tages der Abend kommt. Über eine Ausstellung der weltberühmten Fotografin und fiftyfifty-Unterstützerin Candida Höfer in Gladbeck schreibt Thomas Hirsch. Werbe-Profi Martin Breuer erläutert eine neue, von ihm und seiner Team bei mama marketing entwickelten App, mit der die Standorte von fiftyfifty-Verkäufer*innen auf der Straße gefunden werden können – eine revolutionäre Idee (einfach im App-Store “fiftyfifty-App” downloaden). Redaktionspraktikantin Zoe Alter schließlich hat die fiftyfifty-Verkäuferin und alternative Stadtführerin Miriam befragt. Und Thuy On von The Big Issue Australien berichtet über das neueste Buch des Historiker Rutger Bregmann, der erforscht hat, dass der Mensch “im Grunde gut” sei, so auch der deutsche Titel seines lesenswerten Buches. Last, not least, berichtet Hans Peter Heinrich über die mutige, ehemalige Sklavin Harriet Tubman, die ab Ende des 19ten Jahrhundert in den USA unter Einsatz ihres Lebens tausende andere Sklav*innen befreit hat.

Wir wünschen Ihnen viel Gewinn bei der Lektüre der neuen fiftyfifty.

Wenn Sie Verkäufer*innen der fiftyfifty auf der Straße sehen, kaufen Sie bitte eine Zeitung. Jeden Monat werden durch den Straßenverkauf über 100.000 Mio. Euro umverteilt – zwischen Obdachlosen, die nichts haben, und Menschen mit mehr oder weniger Einkommen. Dies soll auch so bleiben.

PS: Bitte kein Bettelgeld geben, sondern das Heft auch tatsächlich abnehmen (Tip gerne). Die neue fiftyfifty mit diesen und weiteren Beiträgen ist bei den fiftyfifty-Straßenverkäufer*innen im Verebreitungsgebiet erhältlich. Wie immer für 2,40 Euro, die Hälfte davon ist für den/die Verkäufer*in.