Cindy Sherman (geb. 1954 in Glen Ridge, New Jersey) ist eine bedeutende amerikanische Fotografin und Konzeptkünstlerin, die vor allem für ihre inszenierten Selbstporträts bekannt ist. In ihren Fotografien schlüpft sie in unterschiedliche Rollen und Identitäten, um gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht, Schönheit und Identität kritisch zu hinterfragen. Dabei nutzt sie Kostüme, Make-up und Kulissen, um Figuren darzustellen, die oft an Filmstills, Modefotografie oder stereotype Frauenbilder erinnern.
Besonders bekannt wurde Sherman durch ihre Werkserie Untitled Film Stills (1977–1980), in der sie sich selbst als scheinbare Protagonistin fiktiver Filmszenen inszeniert. Ihre Arbeiten werden weltweit in renommierten Museen ausgestellt und gelten als wegweisend für zeitgenössische Fotografie und feministische Kunst. Sherman lebt und arbeitet in New York City.