Ausstellung Justyna Tuha bei fiftyfifty
Justyna Tuha wurde 1956 in Polen geboren. Von 1975 bis 1980 studierte sie Grafik und Malerei an der Kunstakademie in Krakau, Fachbereich Grafik in Katowice. Heute lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Düsseldorf.
Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Grafik, Druckkunst und räumlicher Installation. Besonders ihre Monotypien – Drucke, die in der Regel nur einmal in dieser Form entstehen – verbinden Bildmotive aus der Popkultur mit Eindrücken aus ihrer persönlichen Lebenswelt. Durch die großformatige Präsentation und die besondere Art der Hängung entwickeln ihre Arbeiten eine eigenständige Wirkung, die sich nicht eindeutig einer einzelnen Kunstgattung zuordnen lässt.
Neben ihrer Arbeit im Atelier engagiert sich Tuha auch in der Kunst im öffentlichen Raum. In Düsseldorf arbeitete sie wiederholt mit dem Künstler Klaus Klinger zusammen, der den Verein Farbfieber e. V. maßgeblich geprägt hat. Gemeinsam gestalteten sie unter anderem Gartenhäuser im Zoopark und im Schlosspark Eller sowie den Wasserspielplatz im Sternwartpark. Auch an der Gestaltung des Gartenhauses am Lessingplatz war Tuha beteiligt.
Justyna Tuha verbindet eine eigenständige künstlerische Bildsprache mit der Offenheit für gemeinschaftliche Projekte. Ihre Arbeit steht beispielhaft für die Vielfalt der Düsseldorfer Kunstszene, in der freie künstlerische Positionen, Wandgestaltung und gesellschaftlich orientierte Kunst im öffentlichen Raum aufeinandertreffen. Farbfieber und die Düsseldorfer Urban-Art-Bewegung bieten dafür einen wichtigen Rahmen.
Ein besonderer Bezug zur Düsseldorfer Wohnungslosenhilfe entstand durch ihre Ausstellung in der fiftyfifty-Galerie im Jahr 2020 mit großformatigen Monotypien zeigte Tuha Arbeiten, in denen kalligrafisch anmutende Linien, Gitterstrukturen sowie die Kontraste von Gold und Schwarz eine zentrale Rolle spielen. Die Bilder regten dazu an, über gesellschaftliche Ausgrenzung und die Lebenswelten obdachloser Menschen nachzudenken. Zur Ausstellung schuf die Künstlerin zudem eine eigens angefertigte, handkolorierte Druckedition, deren Erlös der Wohnungslosenhilfe zugutekam. Damit verband sie ihre künstlerische Arbeit unmittelbar mit dem sozialen Anliegen von fiftyfifty.