Dialogreihe zur Überwindung der Wohnungslosigkeit bis 2030
Mit der Lissabonner Erklärung haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Jahr 2021 erstmals gemeinsam das Ziel gesetzt, Wohnungs- und Obdachlosigkeit bis 2030 schrittweise zu überwinden. Auch die Bundesregierung hat diese Erklärung unterzeichnet und sich damit verpflichtet, wirksame Strategien zur Prävention, Bekämpfung und langfristigen Überwindung von Wohnungslosigkeit zu entwickeln. Die Überwindung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit ist damit nicht nur eine sozialpolitische Herausforderung, sondern ein konkretes politisches Ziel, dessen Umsetzung einen breiten gesellschaftlichen Dialog erfordert.
Vor diesem Hintergrund laden die Altstadt-Armenküche e. V., der Bundesverband Housing First e. V. und das Straßenmagazin fiftyfifty zur Veranstaltungsreihe „Nicht wohnen, nicht teilhaben – Düsseldorfer Perspektiven“ ein. Die Dialogreihe bringt Menschen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik, Sozialer Arbeit und Öffentlichkeit zusammen, um über Ursachen, Auswirkungen und Lösungsansätze von Wohnungs- und Obdachlosigkeit ins Gespräch zu kommen. Unterschiedliche Veranstaltungsformate schaffen dabei Raum für Information, Begegnung, Austausch und Diskussion.
Den Auftakt bildet am 29. August um 11 Uhr am Worringer Platz, Düsseldorf, eine öffentliche Veranstaltung mit Pressegespräch, Vorstellung der Dialogreihe und ihrer Formate sowie einer begleitenden Fotoausstellung. Besucher*innen sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und über die Situation wohnungs- und obdachloser Menschen in Düsseldorf zu diskutieren.
Im weiteren Verlauf der Reihe finden kostenlose thematische Stadtrundgänge in der Altstadt und rund um den Hauptbahnhof statt. Die Rundgänge eröffnen neue Perspektiven auf den öffentlichen Raum und vermitteln Einblicke in die Lebensrealitäten wohnungs- und obdachloser Menschen.
Ergänzt wird das Programm durch eine öffentliche Vorlesung zur Geschichte der Wohnungslosenhilfe, zu Bürger:innenrechten und gesellschaftlicher Teilhabe. Dabei wird der Blick auf historische Entwicklungen, aktuelle Herausforderungen und die Frage gerichtet, welche Bedeutung Wohnraum für Demokratie, Menschenwürde und soziale Rechte hat.
Eine weitere Veranstaltung widmet sich den Spannungsfeldern zwischen öffentlicher Sicherheit, Nutzung öffentlicher Räume und den Bedürfnissen wohnungs- und obdachloser Menschen. In Impulsvorträgen und einer offenen Diskussion mit dem Publikum werden unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und Wege zur Überwindung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit diskutiert.
Den Abschluss der Dialogreihe bildet am 3. November eine Podiumsdiskussion im Maxhaus Düsseldorf. Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft ziehen Bilanz und diskutieren, welche konkreten Schritte notwendig sind, um das Ziel der Überwindung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit bis 2030 zu erreichen.
Veranstalter*innen: Altstadt-Armenküche e. V., Bundesverband Housing First e. V., fiftyfifty – das Straßenmagazin