Nur fiftyfifty kaufen ist die richtige Hilfe
Viele Menschen wollen Obdachlosen helfen, indem sie ihnen großherzig einige Münzen zustecken ohne die fiftyfifty mitzunehmen. Die Zeitung nicht mitzunehmen, bedeutet aber, dass es keine Nachfrage gibt und die Verkäufer*innen auf ihrem Produkt regelrecht sitzenbleiben. Somit wird die Auflage auch immer kleiner, was dazu führt, dass die Verkäufer*innen bald kein Produkt mehr haben, was sie anbieten können. „Hinzu kommt“, so fiftyfifty-Gründer und -Geschäftsführer Hubert Ostendorf, „dass Medien auf Papier immer weniger akzeptiert werden.“ Dabei sei es wichtig, einmal im Monat die Zeitung auch tatsächlich mitzunehmen. Nicht nur wegen der wichtigen Inhalte rund um soziale Themen. Auch, weil der Verkauf eines Produktes eine würdevolle Alternative zum Betteln sei. Weil fiftyfifty-Verkäufer*innen Armut sichtbar machen, mit der Zeitung in der Hand Schutz vor Diskriminierung erfahren und all die Projekte um fiftyfifty herum wie Underdog für die medizinische Versorgung der Straßenhunde oder Housing First ohne die Zeitung nicht funktionieren. „fiftyfifty ist der Anfang und das Herzstück von allem“, so Hubert Ostendorf. „Wenn die Auflage stark sinken würde, müssten wir die Zeitung einstellen und alles drumherum wäre dann auch gefährdet“, erklärt Ostendorf, der auch Redaktionsleiter der Straßenzeitung ist.
Um dem Auflagenrückgang entgegenzuwirken, haben fiftyfifty und die Agentur d.a.n.k.e. eine neue Plakatkampagne entwickelt, die ab heute mit drei Motiven in ganz Düsseldorf zu sehen ist. Agentur-Chefin Heike Hassel, die von Anfang das Marketing von fiftyfifty und das Layout der Zeitung konzipiert und realisiert: „Wir wollen einen Impuls setzen, dass wohlmeinende Menschen mit sozialem Gewissen und Herz die Zeitung wieder MITNEHMEN und und NICHT NUR GELD GEBEN.“ Denn: „Stirbt die Zeitung fiftyfifty, stirbt die Idee fiftyfifty und die damit entstandenen wichtigen Projekte.“