Helge Schneider im fiftyfifty-Interview Februar 2020

Im Schlafanzug zur Arbeit

Helge Schneider weiß aus eigener Erfahrung, was Armut bedeutet. In einer früheren Ausgabe unserer Straßenzeitung fiftyfifty spricht Helge Schneider über das Leben in Armut, wie er es in seiner Jugend erlebte. Der Musiker, Komiker, Filmemacher, Maler ... Tausendsaasa Helge Schneider ist vielen vor allem dank seiner Bühnenauftritte bekannt, bei denen er Jazzmusik mit parodierenden oder witzigen Texten verbindet. Doch auch als Schauspieler und Regisseur ist der in Mülheim an der Ruhr geborene Schneider erfolgreich. Was viele aber vielleicht nicht wissen ist, dass er in seiner Jugend zwei Ausbildungen, als Bauzeichner und als Landschaftsgärtner, begann aber beide wieder abbrach. Er berichtete in fiftyfifty, dass er in seinen jungen Jahren oft von der Hand in den Mund lebte: "Ich verdiente als Lehrling ca. 95 Mark im Monat. Die Miete kostete 50 Mark. Für den Rest kaufte ich mir einen Sack Kartoffeln und ein paar Mettwürstchen und Zwiebeln – damit musste ich dann klarkommen." Der Musiker gibt unverwunden zu: "Eigentlich hatte ich jahrelang Angst, nicht genug Geld zu haben für Miete, Essen und sonstwas." Mit Gelegenheitsjobs konnte er sich gerade so über Wasser halten. "Ich arbeitete auf dem Bau und hatte nur eine Hose. Die trug ich auf der Arbeit und auch so. Dann hatte ich eine Idee, meine einzige Cordhose zu schonen. Ich ging im Schlafanzug zur Arbeit. Naja, was Existenzangst bedeutet, kann ich nachvollziehen", so Helge Schneider.

Das ganze Interview hier: https://epaper.rp-online.de/webreader-v3/index.html#/1073659/4-5 (bis Februar 2020 herunter scrollen)