Schutz vor Corona: Obdachlose in Hotels

Runter von der Straße – raus aus der B- Ebene – rein in die Hotels!
Bleiben Sie zuhause, wahren Sie Distanz! So lautet die dringende, ständig wiederholte Aufforderung angesichts der Coronainfektionen.
Obdachlose in Deutschland haben keine Möglichkeit sich in ein Zuhause zurückzuziehen. Sie leben auf der Straße, viele von ihnen sind gesundheitlich angeschlagen. Durch das Zurückfahren des öffentlichen Lebens sind sie ihrer wenigen Einkommensmöglichkeiten wie Flaschensammeln und Betteln beraubt. Hilfsstrukturen sind in der aktuellen Situation überlastet oder drohen geschlossen zu werden.
In dieser Lage fordern wir die Stadt Düsseldorf dringend auf, dem Beispiel Londons folgend, die sofortige Unterbringung Obdachloser in Hotels zu veranlassen. Das bedeutet Schutz für die Betroffenen, deren Grundversorgung ebenfalls garantiert werden muss. Zudem fordern wir, sämtliche Sammelunterkünfte aufzulösen und die dort untergebrachten Menschen gleichfalls in den leerstehenden Hotels unterzubringen. Corona macht deutlich: so wie es ist, kann es nicht weitergehen! Weder das Leben auf der Straße, noch die Unterbringung von Obdachlosen und Geflüchteten in Sammelunterkünften ist menschenwürdig.
Solidarität ist unteilbar – Obdach für alle!

Diesen (zunächst für Frankfurt/Main verfassten) Appell unterstützen bisher folgende Initiativen, Projekte, Vereine und Gruppen: Solidarity City Frankfurt, Seebrücke Frankfurt, Initiative Zukunft Bockenheim e.V. /Stadtteilbüro Bockenheim, Eine Stadt für Alle, Mietentscheid Frankfurt, Offenes Haus der Kulturen e.V., VVN-BdA Frankfurt, Kuhle Wampe Frankfurt, Aktionsgruppe für den Aufbau der 3. Reihe, Nika Mietshäusersyndikat- Wohnprojekt Frankfurt, FALZ – Frankfurter Arbeitslosenzentrum e.V.

Wir von fiftyfifty schließen und dem Appell und den Forderungen für Düsseldorf und andere Großstädte an. (Ein Hinweis, bezogen auf Düsseldorf. Die städtische Notunterkunft Nahe HBF entspricht unseres Erachtens weitegend den von uns geforderten Standards: Zimmer für Paare, Duldung von Hunden, Aufnahme von Osteuropäern und anderen von Leistungen ausgeschlossener Menschen.)