Per newsletter und über die Presse haben wir zu Spenden für 300 Schlafsäcke und die Operation einer gehörlosen jungen Frau in Tadschikistan aufgerufen. Für Schlafsäcke haben wir gut 2.400 Euro erhalten, benötigt werden aber 6.000 Euro. Für die Operation haben wir ca. 4.000 Euro erhalten. Zudem wurde ein von einem Sammler zweckgebunden gespendetes Bild von Andreas Gursky für 2.500 Euro verkauft und ein Reisebüro hat die Flüge gestiftet, sodass von den benötigten 14.000 Euro noch ca. 6.000 Euro fehlen. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich für die Unterstützung.

Nach wie vor und sehr dringend benötigen wir Spenden für unser Projekt „Housing First“. Wir haben in nur zwei Jahren 48 Wohneinheiten für Langzeitwohnungslose ohne die geringste Chance auf einen regulären Mietvertrag erwerben können – aber noch nicht alle beurkundeten Wohnungen bezahlt. Kurzfristig benötigen wir für den Ankauf von Wohnungen und Appartements etwa 700.000 Euro. 400.000 Euro haben wir durch Spenden und den Verkauf von Kunst zurückstellen können. 300.000 Euro benötigen wir noch. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre heraus vertrauen wir darauf, dass wir die Summe zusammen bekommen werden.

Im nächsten Jahr werden wir ein von uns gekauftes Haus in Düsseldorf-Holthausen mit 4 Appartements und einer größeren Wohnung umbauen. Dafür benötigen wir ca. 80.000 Euro – doch hier drängt die Zeit nicht.

Auch Künstlerinnen und Künstler, die in unserem Verteiler sind, möchten wir an dieser Stelle herzlich bitten, sich noch einmal zu engagieren. Wer unsere Arbeit intensiv verfolgt, weiß, dass wir aus unserer Jubiläumsausstellung bei e.on noch über 18 Bilder von Gerhard Richter verfügen. Diese sind allerdings in Absprache mit dem Künstler für unseren Housing-First-Fonds zurückgestellt worden. Dieser Fonds soll andere Wohnungsloseninitiativen in ganz NRW in die Lage versetzen, ebenfalls den Housing-First-Ansatz zu betreiben und beim Ankauf von Wohnungen aus den Fondsmitteln unterstützt werden. Das Projekt – in Kooperation mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband – hat sogar bei der neuen Landesregierung Anerkennung und Unterstützung gefunden.

Überhaupt: Auch die Lokalpolitik und große Verbände interessieren sich für unsere modellhafte Arbeit. Wir haben tatsächlich in kurzer Zeit schon ansatzweise erreicht, was wir erreichen wollten: Den Anstoß eines Paradigmenwechsels in der Wohnungslosenhilfe. Es ist ja auch tatsächlich nur schwer zu vermitteln, dass die immer wiederkehrende Unterbringung von Wohnungslosen in betreutes Wohnen im Laufe von zehn bis zwanzig Jahren bis zu 300.000 Euro kostet und der/die Betreffende am Ende immer noch wohnungslos ist, wenn gleichzeitig selbst in einer Stadt wie Düsseldorf der Ankauf einer Wohneinheit ca. 80.000 Euro kostet und dadurch ein Mensch dann nie mehr auf der Straße leben muss. Oft werden wir gefragt, warum wir die Wohnungen nicht anmieten. Die Antwort ist ganz einfach: Es finden sich keine Vermieter, die bereit sind, an unsere KlientInnen dauerhaft zu vermieten. Zudem bietet eine gekaufte Wohnung lebenslange Sicherheit.

Ich bitte Sie sehr, sehr herzlich: Wenn es Ihnen möglich ist, unterstützen Sie unser Housing-First-Programm nach Kräften. Bitte bedenken Sie: Ihre Spende wirkt Jahrzehnte – so lange, wie die Wohnung existiert. Was für uns selbstverständlich ist, ist unser Slogan für Wohnungslose auf der Straße: Jeder Mensch braucht ein Zuhause.

Apropos: Glauben Sie nicht, dass Wohnungslose gerne ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben. Wir haben mit den schwersten, problematischsten und seit längsten auf der Straße Lebenden angefangen. Jene, denen wir eine Wohnung geben konnten, nach bis zu 20 Jahren Obdachlosigkeit, haben vor Freude geweint. Natürlich haben wir noch keine Langzeiterfahrung. Aber so viel können wir sagen: Nach zwei Jahren gab es bisher niemanden, der – auch Dank guter Betreuung durch unser Team – die Wohnung wieder verlassen hätte oder sie vermüllt hätte. Im Gegenteil: Sie alle sind dankbar und zufrieden. Denn Housing First führt zu einer enormen Stabilisierung der Lebenssituationen und zu einem viel besseren Leben. Auch hiefür haben wir einen Slogan entwickelt: Housing First – und alles andere wird schon.

Helfen Sie bitte mit, dass wir die noch fehlenden 300.000 Euro an den 48 Wohneinheiten zusammen bekommen. Die weitaus größte Summe haben wir ja schon geschafft. Aber nun ist uns komplett das Geld ausgegangen. Bitte spenden Sie auf unser Konto:

asphalt e.V./fiftyfifty
Postbank Essen
DE35 3601 0043 0539 6614 31

Stichwort: Housing First

Herzliche Grüße, Ihr Hubert Ostendorf & Team

 

Ankündigung „Kunst gegen Hunger“

Am 24. November (ab 18 Uhr) findet in unserer Galerie die Ausstellung „Kunst gegen Hunger“ zusammen mit der franziskanischen Initiative „vision:teilen“ statt, mit der zusammen wir seit Jahren den GuteNachtBus für Obdachlose betreiben. Ziel der Ausstellung ist es, Mittel gegen die Hungerkatastrophe in Ost-Afrika zu sammeln, wo unsere Partner mit engagierten Projekten Menschen vor dem Tod retten. Wir zeigen und verkaufen Bilder von Horst Gläsker, Andreas Gursky, Candida Höfer, Katharina Mayer, Neo Rauch u.a.. Wir freuen uns auf viel Besuch.