Der Traum vom gerechten Staat

Von Hans Peter Heinrich

Im Dezember 1516 erschien das heute bekannteste Werk des berhmten Humanisten, Staatsmannes und Mrtyrers Thomas Morus: Utopia, der erste neuzeitliche Entwurf einer idealen Gemeinschaft und Vorlufer vieler Sozialutopien mit ihren Wunschbildern eines gerechten Staates.

berall da, wo es Privateigentum gibt, wo alle alles nach dem Wert des Geldes messen, wird es kaum jemals mglich sein, gerechte oder erfolgreiche Politik zu treiben ().Deshalb bin ich fest davon berzeugt, dass die Geschicke der Menschen nur dann glcklich gestaltet werden knnen, wenn das Privateigentum aufgehoben worden ist; solange es besteht, wird immer auf dem weitaus grten und weitaus besten Teile der Menschheit die drckende und unvermeidliche Brde der Armut und des Kummers lasten (). Man knnte verfgen, keiner solle ber ein bestimmtes Ma hinaus Land besitzen, man knnte ein gesetzliches Hchstvermgen fr einen jeden festsetzen (). Denn solange jeder, soviel er nur kann, an sich zieht, mag die Menge der vorhandenen Gter noch so gro sein, sie wird doch nur unter wenigen aufgeteilt, und fr die brigen bleibt Not und Entbehren.

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