Wolfgang Bellwinkel, "o.T." 2003, 55x160 cm, 3.200 Euro Thomas Ruff, "07h 48m / -70°", 1990, Foto 40x30 cm, 2000 Euro
Andreas Gursky, "Ruhrtal" 1982,108x90 cm, unverkäuflich Andreas Gursky, "Hösl" 1982, 81x92 cm (Ed.2/10), 18.000 Euro
Mischa Kuball, "Urban City Light II", 150x100 cm, 7.000 Euro Mischa Kuball, "Urban City Light I", 150x100 cm, 7.000 Euro

Thomas Struth, "Spring Street, New York Soho", 1978, 84x66 cm, 9.000 Euro, 3 weitere Fotos von Straßenzügen zum gleichen Preis lieferbar, alle 4 Arbeiten zusammen 32.400 Euro
Sigmar Polke, "Kölner Bettler 2", 1973, 61x43 cm, gerahmt 1.700 Euro Sigmar Polke, "Kölner Bettler 3", 1973, 61x43 cm, gerahmt 1.700 Euro
Peter Hendricks, "o.T.", 40x50 cm, gerahmt 2.220 Euro Peter Hendricks, "o.T.", 40x50 cm, gerahmt 2.220 Euro
Katharina Sieverding, "Visual Studies 2", 190x125 cm, gerahmt 20.000 Euro Beat Streuli, "Stadtmobiliar", 201x151 cm, 12.800 Euro
Klaus Mettig, "Shanghai 8", 190x125 m, gerahmt 12.000 Euro Gerhard Vormwald, "o.T.", 60x40cm, 2.000 Euro
Claudia Rogge, "mob 1", 150x100 cm, 5.900 Euro Claudia Rogge, "mob 2", 150x100 cm, 5.900 Euro
Boris Mikhailov, aus "Case History" 1997-98, 40x60 cm, 4.000 Euro Boris Mikhailov, aus "Case History" 1997-98, 40x60 cm, 4.000 Euro

fiftyfifty Fotokunst: Himmel über der Straße – Topografie der Obdachlosigkeit

Wo „wohnen“ Obdachlose? Wie leben sie? Faszinierende Arbeiten von Wolfgang Bellwinkel, Eduard Berms-Batas, Andreas Gursky, Mavi Garcia, Peter Hendricks, Karl Henning, Uwe Kölsch, Mischa Kuball, Klaus Mettig, Boris Mikhailov, Ulrike Myrzik & Manfred Jarisch, Sigmar Polke, Claudia Rogge, Thomas Ruff, Katharina Sieverding, Beat Streuli, Thomas Struth und Gerhard Vormwald, die zum Teil zu Gunsten der Obdachlosenhilfe „fiftyfifty“ verkauft werden.

www.fiftyfifty-galerie.de

Buchung einer ähnlichen Ausstellung (Kosten auf Anfrage): 0211/9216284. Die Kunstwerke stehen nur z. T. noch zum Verkauf, Info tel.

Wolfgang Bellwinkel (1959 geboren) hat Fotografie an der Universität-Gesamthochschule-Essen studiert. Seit 1988 ist er freier Fotograf. Zwischen 1992 und 1996 hält sich der Wahlberliner vielfach im ehemaligen Jugoslawien auf; 1994 erscheint sein Buch „Bosnia, Krieg in Europa“. Bellwinkel, dessen Arbeiten auf Ausstellungen in aller Welt gezeigt wurden, arbeitet auch für deutsche und internationale Magazine. 1996 erhält er ein DAAD-Stipendium zur Dokumentation des Friedensprozesses in Bosnien. Von 2000 bis 2001 lehrte er am Ngee Ann Polytechnic/Singapur. 2004 lehrt er im Auftrag des Goethe Institut Fotografie in Kabul, Afghanistan. Für die Ausstellung „Architektur der Obdachlosigkeit“, ausgestellt 2003 in der Pinakothek der Moderne, richtet er sein Augenmerk bzw. die Linse seiner Kamera auf ein unverzichtbares Detail des obdachlosen Lebens: die ausrangierte Matratze. Aus dieser Werkgruppe ist in „Himmel über der Straße“ eine Arbeit zu sehen.

Der informelle Maler und Bildhauer Eduard Berms-Batas geb. 1930, befasst sich seit 1953 intensiv auch mit der Fotografie. Ab 1970 entstanden seine Zyklen „Fundstücke“ und „Handschuhe“ sowie „Köpfe + Türen in Nordafrika“. Die 2003 aufgenommenen Fotos für die Ausstellung „Himmel über der Straße“ zeigen ein verlassenes Haus im Kreebachtal, das von Obdachlosen bewohnt wurde. In Ermangelung einer Zentralheizung entzündeten die Besetzer im letzten Winter ein Feuerchen, wodurch die Notunterkunft fast völlig ausbrannte.

Die Spanierin Mavi Garcia geb. 1975, beschäftigt sich erst sein kurzer Zeit mit Fotografie. Auf ihren Schwarweiß-Abzügen inszeniert sie Menschen in ungewöhnlicher Form und arbeitet so mit ihrer ganz eigenen sensiblen Ästhetik das Wesen ihres Objektes – oder das, was sie dafür hält – heraus. Zusammen mit Diego Conti hat sie im Jahr 2002 den fiftyfifty-Kalender „Menschen auf der Straße“ sowie eine öffentliche Installation zum gleichen Thema erstellt. Für die Ausstellung „Himmel über der Straße“ hat sie Hunde, die besten Freunde von Obdachlosen, porträtiert, die stellvertretend für Leben und Leiden ihrer Frauchen und Herrchen stehen.

Andreas Gursky (geb. 1955) stellt in den frühen Werken der 80er Jahre nicht die Architektur und die Landschaft selbst, sondern deren Wirkung auf den Betrachter dar. Bis Ende der achtziger Jahre geht der wohl berühmteste Becher-Schüler, dessen Fotos zu Schwindel erregenden Preisen gehandelt werden, bevorzugt im rheinischen Umfeld umher. Aus dieser Zeit stammen die für die Ausstellung „Himmel über der Straße“ bereit gestellten Arbeiten, die in stringenter Weise das Lebensumfeld von obdachlosen und anderen Menschen zeigen. Die Brücke steht hier als Synonym für den technischen Fortschritt und ein Dach über dem Kopf. Später geht Gursky, dessen Fotos in den bedeutendsten Museen und Ausstellungen der Welt Furore machen, in europäische Nachbarländer, nach Amerika und nach Asien auf Motivsuche.

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