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Die Methode: der Aphorismus, das konzentrierteste poetische Produkt. Medium: das Großflächenplakat, das spektakulärste werbliche Format. Das Thema: die Obdachlosigkeit, das schreiendste Unrecht der Welt.

Jetzt bringt fiftfyfifty die gesammelten HILFSWORTE, so der Titel der kreativen Kampagne, auf die Straßen der Landeshauptstadt. Über 30 Motive werden vom 6. August an als künstlerische Unikate in ganz Düsseldorf Werbung machen – für das Straßenmagazin und gegen Armut und Not. Alle Motive hier: https://www.icloud.com/sharedalbum/de-de/#B0TGRMtzncv4eW

 

Bericht aus reprt D: von Ute Neubauer

Professor Wilfried Korfmacher hat mit seinen Studierenden eine kreative Kampagne entwickelt, um auf die Obdachlosigkeit in Düsseldorf aufmerksam zu machen. An 30 Stellen in der Stadt zeigen Plakatwände die „Hilfsworte“, mit denen die Teilnehmer des Social-Design-Seminars Aufmerksamkeit gegen Obdachlosigkeit erreichen wollen. Gemeinsam mit Hubert Ostendorf zeigte Wilfried Korfmacher am Montag (7.8.) am Joseph Beuys Ufer eine von den dreißig Plakatwänden, die nun in der Stadt als große Kunstausstellung stehen. Alle beschreiben in kurzen knappen Worten, was den Studierenden zur Situation der Obdachlosen eingefallen war.  Einstieg war für Teilnehmer des Seminars im zweiten Semester an der Hochschule Düsseldorf, Fachbereich Design, ein Blatt Papier und ein Bleistift und die Aufgabenstellung in Worten das Unrecht der Obdachlosigkeit an den Pranger zu stellen. Die Ergebnisse erstaunten nicht nur den Professor, denn die Studierenden hatten aufgeschrieben, was konzentriert poetisch zum Nachdenken anregt. „Bad hair? BETT HER!“, „Das Obdachlos ist immer eine Niete“ oder „Das Leben auf Platte ist kein Hit“ sind drei Beispiele für die Kreativität, die die Studierenden an den Tag gelegt haben. Mit Unterstützung durch Franke Dauerwerbung hat fiftfyfifty die gesammelten HILFSWORTE auf die Straßen der Landeshauptstadt gebracht. Die künstlerische Unikate machen in ganz Düsseldorf Werbung für das Straßenmagazin und gegen Armut und Not.

Hubert Ostendorf, fiftyfifty (li.) und Wilfried Korfmacher von der Hochschule Düsseldorf vor einem von über 30 Motiven