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Spendenaufruf für Hungernde in Ost-Afrika

Ausgepowert, ausgemergelt, mit Augen der Verzweiflung und traumatisiert, kaum noch der Worte fähig, kommen sie im Auffanglager auf kenianischer und ugandischer Seite an. Noch nicht einmal reicht die spärliche Bekleidung zu einem rudimentären Schutz gegen die Kühle der Nacht, in der sie die vielen Kilometer zur Grenze auf der Flucht haben zurücklegen müssen, um nicht gesehen zu werden – es wäre tödlich gewesen.  

Die Situation der Hungernden und auch Verhungernden auf der Flucht aus dem Südsudan können wir uns gar nicht wirklich vorstellen. Für den Generalvikar der Diözese Tombura-Yambio, Father Anthony Bangoye, uns noch vom Besuch 2016 her gut bekannt, ist es dagegen alltägliche bedrückende Wirklichkeit. Bei ihm in seiner Pfarrei, die er zugleich leitet, kommen viele auf der Flucht an, gezeichnet von den Erfahrungen ihres Fluchtweges. Denn sie wissen sich weder vor den Horden der Armee und den Aufständischen noch vor der sengenden Sonne über Tag und der beißenden Kälte nachts zu schützen. Es sind Tausende inzwischen, die nachts in die nahegelegenen Wälder verschwinden, um die Flucht fortzusetzen, trotz Hunger, Durst und Krankheiten.

Father Anthony möchte helfen – nicht einem, nicht zehn, nicht hundert, sondern am liebsten allen, die nahezu wehr- und schutzlos bei ihm ankommen und nichts zu kleiden, sich zu schützen, und zu essen und zu trinken haben. Aber seine Mittel sind erschöpft. Er ist auf Hilfe angewiesen.

Wir möchten ihm helfen. Wir müssen ihm helfen, wenn wir uns in die Augen schauen wollen. Und: Wir können ihm und den Hungernden helfen, wenn wir wollen. Er wartet darauf. Allein mit fünf Euro können wir eine Familie mit fünf Personen einen Tag lang versorgen. Wir müssen es nur wollen! Machen Sie mit! Helfen Sie helfen! Jetzt, bevor die von der UN heraufbeschworene Hungerkatastrophe in ihrem ganzen Ausmaß traurige Wirklichkeit wird. Es sind bereits unzählige Menschen verhungert. Doch die Riesenkatastrophe steht erst bevor – wenn wir nicht helfen.

Sie wissen, dass wir für unsere Arbeit hier in Deutschland auch dringend Geld benötigen. Aber heute stellen wir unsere Anliegen zu Gunsten der Hungernden im Südsudan zurück. Dieses Leid und Elend dürfen wir nicht ignorieren. Umso schwerer wiegt das Drama, als uns die Helfer vor Ort persönlich bekannt sind und am Herzen liegen. Aber umso sicherer wissen wir auch, dass unsere und Ihre Hilfe ankommt. Wir bitten Sie herzlich um Ihre Spende. Jeder Euro ist eine große Hilfe – und ein Zeichen der Hoffnung auf ein neues Leben. Bitte spenden Sie auf unser Konto bei der Postbank: asphalt e.V/fiftyfifty,  DE35 3601 0043 0539 6614 31, Stichwort: Hilfe Ostafrika. Die Hungernden danken es Ihnen.

Hubert Ostendorf, fiftyfifty / Franziskaner-Bruder Peter Amendt, vision:teilen