Underdog - Idee, Konzept und ein Kalender

Stephan Kaluza ...

... geboren 1964, ist einer der wichtigsten Künstler unserer Zeit. Als Maler wurde er vor vielen Jahren bereits bekannt mit Unschärfe-Portraits wichtiger Persönlichkeiten. Es folgten viele andere Zyklen, wie derzeit abstrakte Bilder in kleineren Formaten. Als Fotograf machte Stephan Kaluza Furore mit seinem berühmten „Rheinprojekt“ aber auch mit „Feldern“, „Abfolgen“, der „Berliner Mauer“ und anderen Foto-Serien. Schließlich schreibt Stephan Kaluza Romane, Dramen und Drehbücher, die er zum Teil selbst in wichtigen Theatern inszeniert. Er ist Professor an der Hochschule Düsseldorf und am Mozarteum in Salzburg. Seine Bilder sind in vielen wichtigen Museen und Sammlungen vertreten. Die Obdachlosenhilfe fiftyfifty und underdog unterstützt Hundebesitzer Stephan Kaluza bereits seit fast 20 Jahren. Die in diesem Kalender gezeigten 12 Hundeportraits sind auch als wertvolle Foto-Editionen (C-Print auf Aludibond hinter Acrylglas, 63 x 54 cm, Auflage je 6, verso nummeriert und handsigniert, je 600 Euro) zugunsten von underdog erhältlich (www.fiftyfifty-galerie.de).

Underdog ...

Die Idee für underdog beruht auf der Tatsache, dass viele Wohnungslose mit Hund „Platte machen“, also draußen schlafen. Einen Hund dabei zu haben hilft einerseits gegen die Einsamkeit, die Obdachlosigkeit häufig mit sich bringt, das Tier ist aber auch besonders wichtig in Bezug auf die persönliche Sicherheit. Leider sind Wohnungslose immer wieder Diebstählen, Pöbeleien und körperlicher Gewalt ausgesetzt, ein Hund wird in der Nacht deutlich früher wach als der Mensch und ist somit ein wichtiger Schutz. Der Nachteil ist dann allerdings, dass Wohnungslose mit ihren Hunden nicht in die Notschlafstellen dürfen, und auch tagsüber bleibt ihnen wegen der Tierhaltung in einigen Einrichtungen der Zugang verwehrt. Die Hilfe von underdog kehrt diesen Ausschluss um: Wir haben ein Angebot explizit für Wohnungslose und ihre Tiere geschaffen, um ihnen weiterführende Hilfen anzubieten.

Unser Ziel ist es, über die Tiere die Menschen zu erreichen. Wir möchten denen, die wegen ihrer Hundehaltung noch stärker von Hilfen ausgegrenzt werden, eine erste Anlaufstelle bieten, mit ihnen gemeinsam neue Perspektiven entwickeln und im besten Fall den Weg zurück in ein Leben mit Wohnung ebnen. Dabei begegnen uns oft auch andere Hürden, die wir dann gemeinsam mit den Wohnungslosen nehmen: Wir stellen die Grundversorgung und die Krankenversicherung wieder her, klären ordnungsrechtliche Belange in Bezug auf die Tierhaltung, vermitteln in Schuldnerberatungen oder Entgiftungen, usw. Dabei behalten wir parallel immer auch das Wohl des Tieres im Blick. Natürlich entscheidet der Mensch immer selbst, welchen Weg er gehen möchte, wir bieten dabei dann die jeweils individuelle Unterstützung. Am Ende steht immer ein menschenwürdiges und achtvolles Leben.

Eine weitere Ebene der Arbeit bei underdog befasst sich mit der Sensibilisierung der Gesellschaft, wie Wohnungslosigkeit entsteht und warum ein Hund beim Leben auf der Straße häufig eine große Hilfe ist. Das Tier ist immer an der Seite, auch, wenn es einem schlecht geht und egal, wie man riecht. Häufig ist es die einzige stabile Beziehung, die sie über Jahre aufgebaut und erhalten haben.

Wir sind mit underdog auf der Straße unterwegs und bieten eine medizinische Grundversorgung für die Tiere an. Dabei kommen durchschnittlich 30 TierhalterInnen je Sprechstunde zum underdog-Mobil. Diese warten bei Wind und Wetter und egal bei welchen Temperaturen geduldig darauf, dass ihr Tier von den TierärztInnen aufgerufen wird, weil ihnen das Wohl der Vierbeiner besonders am Herzen liegt. Das finde ich immer wieder aufs Neue beachtlich. Streit gibt es so gut wie nie, wenn wir draußen sind. Außerdem treffe ich die Menschen sehr regelmäßig am Bus, weil ihnen auch die Weiterbehandlung enorm wichtig ist. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass einigen die Gesundheit ihres Tieres wichtiger ist als die eigene. Die Termine bei underdog halten sie sehr gewissenhaft ein.

Natürlich kostet das alles Geld. Mit dem Kauf unseres Kalenders "Strassenhunde 2018" helfen Sie einem Menschen in Not ganz konkret und unterstützen zusätzlich unser einmaliges Projekt underdog.

Der neue underdog Kalender ist bestellbar unter folgendem Link fiftyfifty-galerie.de/shop